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Lukashenko beschimpft IOC nach Olympia-Ausschluss

08.12.2020 11:56
Geht mit dem IOC hart ins Gericht: Alexander Lukashenko
© unknown
Geht mit dem IOC hart ins Gericht: Alexander Lukashenko

Der belarussische Machthaber Alexander Lukashenko hat nach seinem Olympia-Ausschluss gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewettert.

Man müsse die Angelegenheit vor Gericht klären, schlug der oft als "letzter Diktator Europas" kritisierte Lukashenko der Staatsagentur "Belta" zufolge vor. "Sollen doch (IOC-Präsident Thomas) Bach und seine Bande erzählen, worin meine Schuld liegt."

Das IOC hatte am Montag bekanntgegeben, Lukashenko von allen olympischen Aktivitäten einschließlich der Sommerspiele in Tokio auszuschließen. Das von Lukaschenko geführte Nationale Olympische Komitee von Belarus habe Athleten nicht ausreichend vor politischer Diskriminierung geschützt, sagte IOC-Präsident Bach. Auch Lukashenkos Sohn Viktor wurde vorläufig vom IOC suspendiert.

Mehrere Sportler, darunter auch Olympia-Medaillengewinner, hatten zuletzt öffentlich Gewalt und politische Verfolgung unter Lukashenko kritisiert. Zahlreiche prominente Athleten waren auch wegen der Teilnahme an Aktionen gegen Lukaschenko mit Haft- oder Geldstrafen belegt worden.

Belarus steckt seit der Präsidentenwahl am 9. August in einer schweren innenpolitischen Krise. Der 66-jährige Lukaschenko hatte sich mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Sieger erklären lassen. Die Opposition hingegen sieht die Bürgerrechtlerin Svetlana Tichanovskaya als wahre Gewinnerin.

Seit Monaten fordert die Demokratiebewegung Lukaschenkos Rücktritt, ein Ende der Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen. Die EU erkennt Lukaschenko nicht mehr als Präsidenten an.

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