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21-Jähriger selbstkritisch und mit Vorfreude auf Haas

F2-Champion Schumacher: "Sehr enttäuscht über mein Rennen"

06.12.2020 17:17
Mick Schumacher gewinnt die Formel-2-Meisterschaft
© James Gasperotti via www.imago-images.de
Mick Schumacher gewinnt die Formel-2-Meisterschaft

Mick Schumacher ist neuer Champion der Formel 2 - obwohl er im Rennen in Bahrain einen äußerst schweren Stand hatte. Dass er den lang ersehnten Titel gewonnen hat, konnte der künftige Haas-Pilot aber noch nicht wirklich realisieren.

Mick Schumacher, es war ein turbulentes Rennen mit einem Happy End für Sie. Wie lautet Ihre Analyse?

Mick Schumacher: Es war kein ideales Rennen, aber wir haben genug geleistet in diesem Jahr, um Meister zu werden. Ich verdanke den Titel meinem Team, es sind so tolle Menschen. Ich kenne meine Crew seit zwei Jahren und bin bei Prema seit fünf Jahren. Die Menschen werden dieses Rennen vergessen und nur die guten Sachen in Erinnerung behalten.

Wie fühlen Sie sich, nachdem der Titel zwischenzeitlich in Gefahr geriet?

Ich realisiere es noch nicht und fühle mich noch nicht als Formel-2-Meister. Es wird ein paar Tage dauern.

Sie hatten einige Probleme mit den Reifen und haben es noch einmal spannend gemacht. Welche Rolle hat der Wind gespielt?

Ich bin sehr enttäuscht über mein Rennen heute. Es war alles andere als einfach mit dem starken Wind, aber das gilt für alle. Das Entscheidende ist, dass ich hier als Meister sitze.

Es war Ihre zweite Saison in der Formel 2. Der Druck war größer als im vergangenen Jahr. Wie schwierig war es für Sie?

Ich wollte mir beweisen, dass ich hier zurecht bin. Der Start in die Saison war nicht toll, dann aber kamen die Podien und dann die zwei Siege.

Was war für Sie der Schlüsselmoment auf dem Weg zum Titel?

Es gab nicht den Moment schlechthin. Wir sind durch einige Höhen und Tiefen gegangen. Das Wichtigste war, daraus zu lernen. Heute sind wir Meister - dafür gibt es keinen Ersatz. Aber Samstag war es hart, wir hatten so viel zu verlieren. Wir sind von Platz 18 gestartet und waren am Ende Sechster des Klassements und hatten die schnellste Runde. Das hatte ich nicht erwartet.

Wie werden Sie den Titel feiern?

Ich werde einige Fotos machen mit dem Team. Das werden Erinnerungen für die Ewigkeit. Dann bereite ich mich auf Abu Dhabi (Young Driver Test der Formel 1 für Haas; d.Red.) vor, und dann freue ich mich auf Weihnachten und ein bisschen Ruhe.

Wie stolz macht es Sie, als Formel-2-Meister in die Formel 1 zu kommen?

Wenn du als Meister in die Formel 1 aufsteigst, ist das toll. Die Formel 2 ist die engste Meisterschaft und die höchste Juniorklasse, in der man fahren kann. Der Wettbewerb ist in ständigem Wandel. Ich bin sehr glücklich, die Meisterschaft gewonnen zu haben.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie jetzt in Ihr erstes Formel-1-Jahr bei Haas?

Die Ziele verändern sich in der Formel 1. Ich will mich in erster Linie als Fahrer weiter verbessern und mich so gut wie möglich in mein neues Team integrieren. Ich gehe nächste Woche noch zum Nachwuchsfahrertest in Abu Dhabi.

Sie sind Fahrer der Ferrari-Nachwuchsakademie. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat immer wieder betont, dass man keine Fahrer für die Formel 1, sondern für Ferrari ausbilden will. Wie sehr denken Sie an das Ex-Team Ihres Vaters?

Mein Fokus liegt auf Haas. Es geht ein Traum in Erfüllung, in die Formel 1 zu kommen. Alles andere muss man abwarten.

Das Interview wurde aufgezeichnet bei der virtuellen Pressekonferenz in Sakhir von Raphaelle Peltier.

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