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TSG reicht Remis in Belgrad

Hoffenheim macht Gruppensieg klar

03.12.2020 20:26
Der TSG reichte ein 0:0 in Belgrad zum vorzeitigen Gruppensieg
© Marko Metlas via www.imago-images.de
Der TSG reichte ein 0:0 in Belgrad zum vorzeitigen Gruppensieg

Unter der dicken Bommelmütze kam schnell das breite Grinsen von Sebastian Hoeneß zum Vorschein. Der Grund für die gute Laune beim Trainer der TSG Hoffenheim war allerdings nicht das eher freudlose 0:0 in der Europa League beim serbischen Rekordmeister Roter Stern Belgrad. Es war die vorzeitig zu Ende gebrachte Vorrunden-Mission, die Hoeneß strahlen ließ.

Schließlich reichte dem Fußball-Bundesligisten der Punkt am vorletzten Vorrundenspieltag, um den Sieg in der Gruppe L einzutüten. Da störte es die Hoffenheimer auch nicht weiter, dass nach vier Siegen in den vier Spielen zuvor diesmal "nur" ein Unentschieden herausgesprungen war. "Das ist etwas Historisches", sagte TSG-Kapitän und Torhüter Oliver Baumann: "Wir sind alle froh, dass wir es geschafft haben."


Im Video: Das NITRO-Interview mit Oliver Baumann

Um den Corona-Gefahren so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen, war der TSG-Tross wie schon in der vergangenen Woche rund um das Spiel bei Slovan Liberec (2:0) zu einem Tagestrip nach Serbien aufgebrochen. Vormittags ging es mit dem Charter-Flieger hin, direkt nach der Partie zurück.

Beim Geisterspiel in Belgrad erwischten die Gäste einen guten Start. Die Hoffenheimer bestimmten das Geschehen. Der Mannschaft war nicht anzumerken, dass Trainer Sebastian Hoeneß personell kräftig rotiert hatte. Obwohl Kapitän Benjamin Hübner, Pavel Kaderabek, Ermin Bicakcic und Konstantinos Stafylidis fehlten, saßen zahlreiche Stammkräfte wie der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric auf der Bank oder waren gar nicht erst dabei.

Die Pause für einige Leistungsträger, durch die der 18 Jahre alte Marco John zu seinem Profidebüt kam, war als Folge der anhaltenden Krise in der Bundesliga erwartet worden. Nach sieben Partien ohne Sieg hat das Punktspiel am Montag gegen den FC Augsburg ( für den Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp Priorität.

Wenig Highlights, kaum Gefahr für die TSG

Mitte der ersten Hälfte hatte die TSG weiter alles im Griff, Torchancen konnten sich die Kraichgauer allerdings nicht erarbeiten. Vom Spitzenreiter der serbischen Liga war in der Offensive gar nichts zu sehen. Auch nach einer halben Stunde konnte keines der beiden Teams eine echte Gelegenheit verbuchen. In der 37. Minute sorgte Hoffenheims Angreifer Munas Dabbur zum ersten Mal für Gefahr. Kurz darauf vergab Mijat Gacinovic freistehend kläglich (45.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Kramaric für Dabbur. Trotz guter Ansätze blieb es aber dabei, dass es in der Offensive weiter haperte. Die Hoffenheimer machten aus ihrer optischen Überlegenheit und ihren langen Ballbesitz-Phasen viel zu wenig. Nach rund einer Stunde deutete alles auf eine Begegnung ohne Tor hin - obwohl Hoeneß in Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner weitere Stammkräfte brachte. In der 78. Minute prüfte Robert Skov Belgrads Torhüter Milan Borjan.

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