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Flick hat "keine Sorge, dass die Gier nachlässt"

03.12.2020 11:33
Hansi Flick, Cheftrainer des FC Bayern
© Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Hansi Flick, Cheftrainer des FC Bayern

Bayern Münchens Trainer Hansi Flick ist trotz aller Erfolge in diesem Jahr sicher, dass seine Spieler auch 2021 große Titel-Lust verspüren.

Er habe "keine Sorge, dass die Gier nachlässt. Anzeichen dafür gibt es keine. Jeder bei uns weiß: Ich bin hier beim FC Bayern, ich arbeite beim FC Bayern, da geht es ums Gewinnen, um Meisterschaften, um Titel", sagte der 55-Jährige dem Vereinsmagazin "51".

Flick betonte, er habe bei seinen Spielern "Verständnis für vieles", aber vor allem "bei einem Punkt gibt es bei mir eine klare Grenze: Es geht immer um die Qualität. Wenn ich nicht permanent für den Extrameter bereit bin, habe ich beim FC Bayern nichts zu suchen." Er habe, ergänzte er, "kein Verständnis dafür, wenn das jemand nicht begreift. Wir brauchen hier keinen Spieler, der immer nur so hoch springt, wie er springen muss. Die Einstellung muss sein, sich jeden Tag verbessern zu wollen."

Doch genau diesen Willen, lobte Flick, sehe er in seinem Team "bei jeder Kleinigkeit". Schon beim Fußballtennis im Training "will keiner verlieren. Ich finde, Wettkampfhärte ist ein schöner Begriff, wenn man über diese Mannschaft spricht. Unsere Spieler sind da, wenn sie da sein müssen", ergänzte der Bayern-Coach. Es stecke eine "grandiose Mentalität in diesen Spielern".

Dennoch sieht Flick noch Steigerungsmöglichkeiten: "Wir müssen zum Beispiel daran arbeiten, unnötige Ballverluste noch mehr zu minimieren. Ich glaube, wir können noch ein paar Prozente drauflegen, was die Kontrolle des Spiels betrifft. Das zu verbessern, wäre der nächste Entwicklungsschritt."

Das brachte Flick zum Weinen

In dem Interview sprach Flick auch über seine emotionalsten Momente beim FC Bayern. Vor dem Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain (1:0) wurde den Spielern ein Video gezeigt, das den Trainer zu Tränen rührte.

"Wir haben bei den Familien der Spieler um Videos gebeten und einen sehr emotionalen Clip zusammenschneiden lassen. Als ich den Film vorab sehen konnte, hatte ich Gänsehaut. Und als wir den Clip dann vor dem Spiel gemeinsam angeschaut haben, hatten einige feuchte Augen", berichtete der 55-Jährige.

Seinen "persönlichen Moment des Jahres" erlebte Flick aber nach dem Sieg als er gemeinsam mit Joshua Kimmich, Serge Gnabry und David Alaba im leeren Stadion im Anstoßkreis saß. "In so einem Moment lässt man den langen Weg Revue passieren, den man gemeinsam zurückgelegt hat. Wir hatten eine unglaubliche Entwicklung hinter uns", blickte Flick zurück.

Rummenigge: "Hansi ist ein Geschenk für den FC Bayern"

Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kam in der Ausgabe des Magazins zu Wort. "Ich würde diesen Stil, den wir heute spielen, den FC Bayern-Stil nennen. Das fing unter Louis van Gaal an, und Hansi Flick setzt die Arbeit fort, die sich über Pep Guardiola und Jupp Heynckes stetig weiterentwickelt hat", sagte der 65-Jährige und schwärmte: "Hansi ist ein Geschenk für den FC Bayern."

Schon nach dem ersten Bundesligaspiel unter Flick (4:0 gegen den BVB) habe Rummenigge ein gutes Gefühl gehabt und sei "glückbeseelt" nach Hause gegangen. "Ich dachte mir, das könnte etwas länger so bleiben", so der Vorstandschef.

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