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"... dann werden sie keine Titel holen"

Hamann nimmt den BVB auseinander

03.12.2020 13:22
Dietmar Hamann kritisierte den BVB nach dem Remis in der Champions League
© Revierfoto via www.imago-images.de
Dietmar Hamann kritisierte den BVB nach dem Remis in der Champions League

Nach dem 1:1-Remis von Borussia Dortmund in der Champions League gegen Lazio Rom kritisierte TV-Experte Dietmar Hamann den BVB scharf.

"Es ist der Wurm drin. Was sie in diesem Spiel gezeigt haben, ist viel zu wenig", urteilte Hamann bei "Sky" und erklärte: "Dortmund hat einen blockierten und müden Eindruck hinterlassen. Sie hatten viele Wechsel und die körperliche Fitness sollte daher nicht das Problem gewesen sein. In der zweiten Halbzeit sind sie kaum hinten heraus gekommen."

Der ehemalige Profi des FC Bayern glaubt, dass die BVB-Profis "mal losgelassen werden müssen, ohne in den Rückspiegel zu schauen". Hamann habe ohnehin das Gefühl, dass die Dortmunder "mit angezogener Handbremse spielen".

In den letzten beiden Spielen konnte der BVB nicht überzeugen. In der Bundesliga kassierte der Revierklub eine bittere 1:2-Pleite gegen den bis dahin sieglosen 1. FC Köln und ließ den Vorsprung des FC Bayern damit auf vier Punkte heranwachsen. Nun folgte das enttäuschende Remis gegen Lazio.

"Mir fehlt das letzte Bisschen, denn man muss als Mannschaft Wege finden, auch die einfachen Spiele zu gewinnen", monierte Hamann und stellte klar: "Wenn sie diese Hürde nicht endlich mal überwinden, dann werden sie keine Titel holen."

Reine "Willensfrage" beim BVB?

Der BVB müsse Wege finden, "um sich gegen Wiederstände aufzubäumen, es ist eine Willensfrage", so Hamann, der ergänzte: "Wenn man eine qualitativ bessere Mannschaft besitzt, dann kommt es auf den Willen und auf das Wollen an."

Das Argument, dass die Dortmunder müde sind, stimmt laut Hamann natürlich ein Stück weit. "Aber das machen andere Vereine auch. Sie sind in der Bundesliga vier Punkte hinter den beiden Mannschaften, die im Sommer keine Pause hatten und das sind die Vereine, an denen sie sich messen wollen", bemängelte der 47-Jährige.

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