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"Ohne Halo würden wir in einer anderen Situation stecken"

Brawn fordert wegen Halo-Einführung Anerkennung für Todt

30.11.2020 14:18
Halo hat Grosjean womöglich das Leben gerettet
© MST
Halo hat Grosjean womöglich das Leben gerettet

Wie der Unfall von Romain Grosjean beim Formel-1-Rennen in Bahrain ohne den Cockpitschutz Halo ausgegangen wäre, möchte man sich kaum vorstellen.

Deshalb sagt Formel-1-Chef Ross Brawn, dass Jean Todt für die Einführung der Vorrichtung Anerkennung verdient habe. Halo hat bereits mehrmals seinen Zweck erfüllt und Rennfahrer vor möglichen Verletzungen bewahrt.

Der Automobil-Weltverband (FIA) und die Formel 1 werden den Unfall des Haas-Piloten in Sachir genau untersuchen, um Lehren aus dem dramatischen Vorfall zu ziehen. Wie ein Wunder trug Grosjean nur leichte Blessuren davon, obwohl er mit rund 220 Kilometern pro Stunde in die Leitplanke gekracht war.

Dabei wurde das Auto in zwei Stücke gerissen und laut Alexander Wurz das Benzin aus den Leitungen entzündet. Das Monocoque und Halo blieben trotz des heftigen Aufpralls offensichtlich intakt. Grosjean war in der Lage, das Wrack selbstständig zu verlassen, obwohl er fast 30 Sekunden den Flammen ausgesetzt war.

Brawn kommentiert den heftigen Unfall: "Für die Formel 1 ist es ein Schock, einen Unfall mit solch einer Intensität zu sehen. Außerdem sind wir nicht gewohnt, dass es ein Feuer gibt. Ich erinnere mich an die kontroversen Diskussionen, als Halo eingeführt wurde. Ich muss Jean Todt danken, denn er hat trotzdem darauf gepocht, es einzuführen. Ohne Halo würden wir heute womöglich in einer anderen Situation stecken."

Auch Toto Wolff schwenkt um

Dass das Monocoque die Leitplanke geteilt hat, war aber nicht geplant. "Das ist sicher etwas, was wir so nicht sehen wollen", sagt Brawn. Deshalb soll es eine detaillierte Untersuchung des Unfalls geben, die alle Aspekte - die Sicherheit des Autos, der Ausrüstung und der Strecke - miteinbezieht. Außerdem dankt Brawn den Sportwarten und medizinischen Helfern für die schnelle Reaktion.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff war früher kein großer Fan von Halo. Er gesteht aber, dass die Vorrichtung ihren Zweck erfüllt: "Die FIA, FOM und Teams haben zusammengearbeitet, um Halo einzuführen. Ich war davon früher kein Fan, muss ich gestehen. Es ist aber das zweite Mal, dass die Innovation ihren Wert gezeigt hat. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was ohne Halo passiert wäre."

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