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Die Stimmen zum 9. Spieltag in der Bundesliga

Die Stimmen zum 9. Spieltag in der Bundesliga

29.11.2020 21:32
Mark Uth und der FC Schalke 04 haben schon wieder verloren
© Mika Volkmann via www.imago-images.de
Mark Uth und der FC Schalke 04 haben schon wieder verloren

Der BVB verliert völlig überraschend gegen den 1. FC Köln, der FC Bayern hat beim 3:1 über den VfB Stuttgart mehr Mühe als erwartet und auch RB Leipzig zeigte nicht nur Glanzleistungen auf dem Rasen. Am Sonntag enttäuschte dann auch noch Bayer Leverkusen gegen Hertha BSC. Die Stimmen zum Bundesliga-Samstag:

FSV Mainz 05 - TSG Hoffenheim

Jan-Moritz Lichte (Trainer FSV Mainz 05): "Wir können über die letzten Spiele schon sagen, dass wir uns positiv entwickeln. Am Ende fehlen uns trotzdem immer mal ein paar Punkte, und wir sind nicht in der Lage, die Situationen so auszuspielen, dass wir öfter drei Punkte holen. Aber wir haben jetzt drei Spiele in Folge nicht verloren. Da, wo wir herkommen, ist das schon eine positive Entwicklung."

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Ich denke, dass wir gerade in der ersten Halbzeit ein ganz ordentliches Spiel gemacht haben. Das Tor der Mainzer war in einer Phase, in der wir am Drücker waren, das hatte sich nicht angebahnt. In der zweiten Hälfte haben wir trotz des 1:1 zu wenig Torchancen kreiert. Den Vorwurf müssen wir uns machen. Wir müssen mit dem Ergebnis leben, auch wenn wir nicht happy damit sind."

Bayer Leverkusen - Hertha BSC

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Das Ergebnis geht in Ordnung. Wenn man das Spiel gesehen hat, war nicht viel mehr drin. Ich kann den Jungs keine Vorwürfe machen. Wir haben es versucht, aber es hat heute einfach nicht gereicht. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele verloren."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Das ist ein leistungsgerechtes Unentschieden. Wir haben gegen eine der formstärksten Mannschaften der Liga gespielt. Wir haben wenig zugelassen. Aber wir haben aus den Ballgewinnen, die wir hatten, zu wenig gemacht. Die letzte Durchschlagskraft war unser Manko."

Gladbach - FC Schalke 04

Marco Rose (Trainer Mönchengladbach): "In der ersten halben Stunde waren wir zu fahrig. Aber dafür gibt es nachvollziehbare Gründe, wir haben Mittwoch noch in der Champions League gespielt. Ich bin froh, dass die Jungs ins Spiel gefunden haben und noch gute 60 Minuten gezeigt haben. Kompliment an meine Mannschaft, dass sie trotzdem die Qualität hatte, dieses Spiel verdient 4:1 zu gewinnen. Wichtig war, nicht die Nerven zu verlieren."

Florian Neuhaus (Mönchengladbach): "Wir haben in den ersten 30 Minuten nicht so gut gespielt, das ist aber auch normal nach einem solchen Spiel unter der Woche. Am Ende zählt nur, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben aktuell sehr viele Spiele, da ist es wichtig, dass wir viel rotieren können und jeder Gas gibt."

Oscar Wendt (Borussia Mönchengladbach): "Das war ein wichtiges Tor zum 2:1. Die erste Hälfte der ersten Halbzeit war schwer für uns, weil Schalke gut angefangen hat. Sie waren aggressiv und haben gut gespielt und wir hatten vielleicht noch ein bisschen müde Beine. Nach 25 bis 30 Minuten kamen wir aber gut in das Spiel und ich finde, dass wir verdient gewonnen haben"

... auf die Frage, wie es in den nächsten Tagen weitergehen werde: "Ein kleines Bier, regenerieren, dann geht es weiter."

Manuel Baum (Trainer FC Schalke): "Bis zum 1:2 haben wir recht gut gespielt. In den ersten 30 Minuten habe ich uns besser gesehen als die Gladbacher, dann nicht mehr. Bei uns stimmt Aufwand und Ertrag nicht. Wir waren selbst schuld daran, wie die Tore zustande gekommen sind. Natürlich machen wir uns Gedanken darüber, wie wir die Klasse halten. Darum müssen wir uns kümmern."

Auch Mark Uth (FC Schalke): "Ich kann mit einer Niederlage nie leben. Ich finde, wir haben es zu Beginn ganz gut gemacht und sind auch motiviert aus der Pause gekommen. Dann ist mit dem 3:1 aber leider der Stecker gezogen worden. Es war danach schwer, wieder in das Spiel zu finden, warum auch immer, wir müssen weitermachen."

Steven Skrzybski (FC Schalke):  "Ich denke, wenn man die erste Halbzeit sieht, kann man schon von einem Fortschritt sprechen. Wir wollten uns fußballerisch Lösungen erarbeiten, das hat anfangs auch gut funktioniert. In der zweiten Halbzeit waren wir aber zu schwach und haben nicht gut verteidigt."

Borussia Dortmund - 1. FC Köln

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Köln war sehr gut organisiert. Wir haben ein wenig die Geduld verloren. Wir haben manchmal überhastet gespielt. Wir hätten mit mehr Tempo spielen müssen, die Bewegung hat gefehlt."

Felix Passlack (Borussia Dortmund): "Natürlich gibt es solche Nachmittage, aber in der ersten Halbzeit hatten wir Unkonzentriertheiten, viele Fehlpässe. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht und nach vorne geschoben."

Thorgan Hazard (Borussia Dortmund): "Das fühlt sich nicht gut an. Wir müssen das besser machen, bei zwei Ecken bekommen wir zweimal das gleiche Tor. Wir müssen besser verteidigen, aber das kann im Fußball passieren."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln):

... zum Sieg: "Ich kann sagen, bei aller Kritik, die in den letzten Wochen immer aufkam: Wir haben enorm viel Zuspruch bekommen von den Fans, von den echten Fans, die den Klub lieben, die Mannschaft lieben und getragen haben. Das haben wir immer gespürt, es ist auch ein kleines Dankeschön. Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, aber der Adrenalinlevel ist noch extrem hoch."

... zur Frage, ob er den Sieg genießen kann: "Natürlich Genuss. Es ist ein Anfang gemacht in die Richtung, dass wir Zählbares haben, diese Serie, die unendlich schien, endlich vorbei ist und dass wir trotz des Drecksvirus nicht verflucht sind und trotzdem Spiele gewinnen können."

FC Augsburg - SC Freiburg

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Es war heute ein sehr zähes Spiel, in dem sich beide Mannschaften schwergetan haben, sich Chancen zu erspielen. Das Unentschieden ist am Ende gerecht."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war eine gute Mannschaftsleistung von der Haltung, was selbstverständlich sein sollte. Es war engagiert und mutig, wie wir aufgetreten sind. Wir dürfen uns da nicht aufhalten, es ist im Moment einfach so. Ich bin zufrieden, wie wir aufgetreten sind. Mit dem Ergebnis natürlich nicht."

Vincenzo Grifo (Torschütze SC Freiburg) ...

... zur Frage, ob er mit dem Punkt leben kann: "Nein, wirklich nicht, weil wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben, weil wir griffig waren, umgesetzt haben, was der Trainer verlangt hat. Wir waren da von Anfang an da, von der ersten Minute. Wir gehen in Führung und kriegen dann so ein Tor, das nervt im Moment. Wir haben das Glück nicht auf unserer Seite, das müssen wir uns zurückholen. Aber auf die Leistung können wir aufbauen."

Union Berlin - Eintracht Frankfurt

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wir hatten einen fantastischen Start. Da hätten wir 3:0 oder 4:0 führen können. Danach waren es katastrophale 30 Minuten. Da waren wir zu passiv und haben nicht mehr nach vorne gespielt. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichen. Wenn du dann 2:3 zurückliegst, muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, dass sie zurückkommt und noch einen Punkt holt."

Max Kruse (Torschütze 1. FC Union Berlin): "Solche Tore schieße ich ja nicht häufig, also darf man auch mal genießen und schmunzeln über solche Tore. Ich bin natürlich froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte und wir den Punkt mitnehmen. Das war das Minimalziel. Wir haben seit acht Spielen nicht verloren, das muss man sich vor Augen führen. Das haben wir uns in gewisser Weise auch verdient, weil wir durch die Art und Weise zu spielen und kompakt zu stehen wir uns die Punkte erarbeiten und verdienen. Wir haben ein Unentschieden geholt, haben 16 Punkte nach neun Spielen, wir sind voll im Soll."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Schade, dass so ein rassiges und interessantes Bundesliga-Spiel ohne Zuschauer stattgefunden hat. Es war ein tolles Spiel und ein katastrophaler Start. Wir hatten Glück gehabt, dass wir nicht 0:3 hinten lagen. Danach war es eine phänomenale Aufholjagd. In der Summe war es ein gerechtes Unentschieden."

Kevin Trapp (Torwart Eintracht Frankfurt): "Es kann auch 3:0 stehen, 4:0 stehen, dann ist das Spiel vorbei. Aber so sind wir im Spiel geblieben und haben es gut gemacht. Dass wir riskieren mussten, ist klar, wenn du 0:2 hinten liegst musst du riskieren. Insgesamt war es noch eine gute Leistung von uns."

VfB Stuttgart - Bayern München

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind mutig aufgetreten und haben Chancen gehabt, die Führung zu erhöhen. Dann haben wir bessere Chancen, das über die Bühne zu bringen. Das ist die große Stärke der Bayern, dass sie sehr effizient sind vor dem Tor. Da müssen wir noch zulegen. Wir haben aber eine gute Leistung gezeigt. Wenn wir weiter so spielen, werden wir unsere Punkte holen."

Philipp Förster (VfB Stuttgart) ...

... zum Spiel: "Ich denke, wir können zufrieden sein, wie wir aufgetreten sind. Wir haben es den Münchnern schwer gemacht, aber ich hätte natürlich in der ersten Halbzeit ein Tor schießen müssen, da nehme ich mich in die Pflicht. Aber wenn wir so weitermachen, sind wir auf einem guten Weg."

... zum vermeintlichen 2:1: "Ich habe gesehen, dass Coulibaly ihn erwischt. Ob man das geben muss, ist fragwürdig."

Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Wir wissen alle, dass es nicht so einfach ist, wenn man alle drei Tage spielt. Auch bei den anderen Mannschaft sieht man, dass es nicht so rund läuft. Ich weiß aber natürlich, dass wir besser spielen können."

Leon Goretzka (FC Bayern München): "Einem Rückstand hinterherzulaufen kostet viel Kraft, mental und körperlich. Umso größer kann man den Sieg einordnen. Aber momentan machen wir zu viele Fehler und laden den Gegner ein, was dazu führt, dass wir zu viele Chancen zulassen. Daran arbeiten wir."

Thomas Müller (FC Bayern München) ...

... zu den vielen Gegentoren: "Wenn man auf die Tabelle schaut, sowohl in der Champions League als auch in der Bundesliga, dann hätten viele gerne unsere Probleme. Es ist nicht so toll, aber müssen damit leben. Wenn wir aktuell so eine Phase haben, in der wir statistisch ein Gegentor bekommen, müssen wir zwei machen. Das passiert oft, deshalb stehen wir da, wo wir stehen. Aber natürlich wurmt es uns, wir würden gerne wieder in die Phase vom Sommer reinkommen, in der wir Spiel um Spiel wenige Gegentore zugelassen haben. Aber wenn das aktuell nicht so eine Phase ist, finden wir viele Erklärungen, warum das so ist, aber am Ende ist es egal. Wir müssen alles in die Waagschale werfen und schauen, dass wir die Spiele gewinnen."

RB Leipzig - Arminia Bielefeld

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Am Ende war es heute sicher unsere schlechteste Saisonleistung. Wir haben vier oder fünf klare Chancen zugelassen. Heute waren wir nicht wach genug, unser Passspiel war fehlerhaft. Ein Unentschieden wäre für Bielefeld verdient gewesen. Sie haben es wirklich gut gemacht."

Willi Orban (RB Leipzig): "Wir waren in der ersten Hälfte ziemlich nachlässig, haben kopflos gespielt, auch mit dem Ball ein bisschen zu wild. Wir müssen uns besser an den Matchplan halten, sonst wird es gegen solche Mannschaften eng. Am Ende haben wir drum gebettelt, den Ausgleich zu kriegen. Das war einfach unnötig."

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Niederlage ist Niederlage, die tut genauso weh wie in der letzten Woche. Trotzdem haben wir den richtigen Schritt gemacht. Das gibt uns Mut für die nächsten vier Spiele, die wir noch haben. Die vergangenen Wochen stecken schon drin. Wir müssen auf dem Weg weitermachen."

Fabian Klos (Torschütze Arminia Bielefeld): "Das ist jetzt ein ganz wichtiger Monat für uns, der auf uns zukommt. Der kann entscheiden, in welche Richtung die Saison geht. Ich denke nicht, dass es richtig wäre, den Druck kleinzureden. Wir haben viele Spiele hintereinander verloren. Wir setzen uns selbst unter Druck, weil wir Siege haben wollen und Siege brauchen, um in der Liga bestehen zu können."

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