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"Wusste, dass man nicht zu 100 Prozent mit mir plant"

BVB-Abschied für Marius Wolf "kein Weltuntergang"

27.11.2020 21:50
Marius Wolf ging auf Leihbasis vom BVB zum 1. FC Köln
© Herbert Bucco via www.imago-images.de
Marius Wolf ging auf Leihbasis vom BVB zum 1. FC Köln

Marius Wolf wurde Anfang Oktober auf den letzten Drücker von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund an den 1. FC Köln verliehen. Doch schon im Sommer hat der Rechtsaußen offenbar geahnt, dass BVB-Trainer Lucien Favre nicht auf ihn setzen wird.

"Die Vorbereitung habe ich ganz normal mitgemacht und auch ein paar Testspiele bestritten", führte Wolf im Interview mit "Ruhr Nachrichten" aus: "Ich wusste aber, dass man nicht zu 100 Prozent mit mir plant."

Dies habe den 25-Jährigen "in dem Moment aber nicht weiter interessiert", er habe sich lediglich "darauf konzentriert, eine gute Vorbereitung zu machen". So wollte Wolf "die kleine Chance" beim BVB bestmöglich nutzen. Mit seinen Trainingsleistungen im Sommer war er eigener Aussage nach "auch ganz zufrieden".

Dass er dann doch noch den Verein wechselte, sei aber "kein Weltuntergang" gewesen. Zudem ist der 76-fache Bundesliga-Spieler solche Vorgänge im Fußball-Geschäft "gewöhnt". Schon in der Vorsaison verließ er den BVB, um bei Hertha BSC Spielpraxis zu bekommen.

Auch hinter seinem Leih-Transfer zum 1. FC Köln steckt die bessere Chance auf Einsatzzeiten. "Ich wollte unbedingt spielen und es gab dieses Angebot. Ich habe gesehen, dass ich hier helfen kann und extrem wichtig für die Mannschaft sein kann", so Wolf. "Das war dann der ausschlaggebende Punkt."

Keine Absprache über Wolfs Zukunft beim BVB

Im Team von Trainer Markus Gisdol stand Marius Wolf in der Saison 2020/21 fünfmal in der Startelf. Bei sich selbst sieht er "auf jeden Fall" noch Luft nach oben, ist sich aber sicher: "Wenn wir als Mannschaft den ersten Sieg holen, dann setzt das sicher noch bei allen noch etwas frei."

Bislang ist nur der FC Schalke 04 schlechter, die noch immer sieglosen Kölner rangieren mit drei Zählern auf dem 17. Tabellenplatz. Nun trifft Wolf am Samstag mit dem Effzeh auf seine alten Kollegen aus Dortmund.

"Als Fußballer will man immer gegen die Besten spielen. Ich kenne die Jungs aus dem Training und habe mit vielen noch Kontakt. Natürlich freue ich mich riesig auf das Spiel", blickte Wolf auf die Partie.

Wie es indes in der nächsten Saison für den zum Außenverteidiger umgeschulten Rechtsfuß weitergeht, ist offen. Eine Absprache mit dem BVB gebe ist noch nicht. "Da reden wir dann im Sommer drüber. Ich habe noch einen langfristigen Vertrag in Dortmund." Dieser ist noch bis 2023 gültig.

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