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Streitpunkt Namens- und Bildrechte

FIFA 21: Wird EA schon bald von hunderten Profis verklagt?

27.11.2020 14:07
Zlatan Ibrahimovic ist offenbar dazu bereit, EA zu verklagen.
© PETTER ARVIDSON via www.imago-images.de
Zlatan Ibrahimovic ist offenbar dazu bereit, EA zu verklagen.

Im Streit um Namens- und Bildrechte von Profikickern in der FIFA-Reihe gibt es neue Entwicklungen. Agent Mino Raiola machte klar, dass 300 Spieler bereit seien gegen die Praktik von EA vorzugehen.

Zlatan Ibrahimovic twitterte, Gareth Bale sprang ihm zur Seite: Die große Frage bezüglich Namens- und Bildrechten in FIFA ist ein großes Thema in der Fußballwelt. Angeprangert wird, dass Stars wie Ibra und Bale kein Geld für die Nutzung ihrer Abbilder im Spiel erhalten.

Nun feuerte auch Fußballagent Mino Raiola mit. In einem Interview mit dem Telegraph machte er klar: „Es wären nicht nur Zlatan oder Gareth Bale. Wir haben circa 300 Anfragen von Spielern. Wir werden den Weg bis zum Ende gehen, wenn es notwendig ist, gegen die FIFA und FIFPro und jeden, der Rechte verkauft, die er nicht hat.“ Dabei spricht der Spielervertreter Gerichtsprozesse an, wenn es bei der aktuellen Praktik bleibe: „Wenn es FIFPro ist, ist es FIFPro. Wenn es die FIFA ist, ist es die FIFA.“

Kooperation zwischen EA Sports und Spielervertretung FIFPro

EA Sports berief sich in einem Statement zur kompletten Sache auf eine Kooperation mit der Spielervertretung FIFPro, die sich für die Interessen von Profikickern einsetzt.

Die Non-Profit-Organisation FIFPro erklärte zudem, dass es Abmachungen mit über 60 Spielergewerkschaften bezüglich der Bildrechte von Spielern gebe und diese entsprechend an EA Sports weitergegeben werden. Wenn es separate Deals zwischen EA und Vereinen oder Spielern gebe, mische die FIFPro nicht mit, wie sie angab.

Beim ehemaligen Fußballer David Beckham gab es einen individuellen Vertrag, damit der Brite als Legendenkarte in FIFA auftritt. Dabei wurde von 45 Millionen US-Dollar gesprochen. Eine Summe, die EA Sports bereits dementierte.

Ibra-Agent Raiola ist als Stimmungsmacher und harter Geschäftsmann in der Fußballszene bekannt. In einem Interview bei talkSPORT machte er zudem klar, dass Geld ein klarer Faktor ist und es um das Recht am Bild der Spieler gehe, das allein bei den Protagonisten liege und nicht bei irgendwelchen Organisationen.

„Sie wollen die Spieler in Sklaven verwandeln“

In seinem Statement beim Telegraph machte der Agent auch klar: „Dies ist eine der größten Schanden, die die FIFA betreffen. Sie wollen die Spieler schwächen und in Sklaven verwandeln. Das werde ich nicht erlauben. Zlatan ist keine Marionette. Er ist niemand, dem du sagen kannst, dass er etwas machen soll, was er nicht machen will.“

Ein Standpunkt, den auch sein Schützling Ibrahimovic auf Facebook erklärte: „EA SPORTS, FIFPRO und FIFA besitzen mich nicht. Aber ich glaube, sie schulden mir etwas. Es ist an der Zeit, dass die anderen Spieler und ich eine Erklärung bekommen.“

Neben Ibrahimovic und Bale gehören auch Paul Pogba, Juve-Verteidiger Matthijs de Ligt und FIFA-21-Gesicht Erling Haaland zu den Klienten von Raiola.

Gerade Haaland ist als eines der Marketinggesichter der aktuellen Fußballsimulation etabliert. Darauf beruft sich auch EA Sports im Statement zur Causa: „Mino Raiola ist ein respektierter Vertreter, mit dem wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten – auch in diesem Jahr, als wir seinen Klienten Erling Haaland als Teil unserer Marketingkampagne etablierten.“

Unklar ist, in welche Richtung sich der Streit entwickeln wird. Namens- und Bildrechte sind seit Jahren ein großer Geldbringer für viele Profikicker, wie zum Beispiel Cristiano Ronaldo. Sie sind die Grundlage für Werbedeals.

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