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Rose warnt Gladbach-Stars vor Übermut im ersten "Endspiel"

24.11.2020 15:06
Marco Rose hat mit Gladbach noch alle Chancen auf die Teilnahme am Achtelfinale der Champions League
© Ulrich Hufnagel via www.imago-images.de
Marco Rose hat mit Gladbach noch alle Chancen auf die Teilnahme am Achtelfinale der Champions League

Für Borussia Mönchengladbach eröffnet sich gegen Donezk eine ungeahnte Chance. Doch sowohl das 6:0 im Hinspiel als auch die "Führungsschwäche" müssen aus den Köpfen.

Der Traum vom Achtelfinale lebt mehr denn je, doch Marco Rose bleibt lieber Realist. "Jetzt kommen die Spiele, die alles entscheiden. Im Grunde haben wir noch nichts erreicht", sagt der Trainer von Borussia Mönchengladbach vor der "Rückrunde" der Champions League. Dabei ist die Ausgangslage in der schwierigen Gruppe B vor dem Heimspiel gegen Schachtjor Donezk am Mittwoch (18:55 Uhr) ungeahnt gut.

Denn mit einem Sieg gegen Schachtjor könnte Tabellenführer Gladbach die Schwergewichte Real Madrid und Inter Mailand weiter in Schach halten. Kühne Optimisten rechnen bereits vor, dass drei Punkte gegen Schachtjor und ein Remis eine Woche später im Heimspiel gegen Inter reichen könnten, um erstmals die Gruppenphase zu überstehen. Doch so weit will Rose nicht denken.

"Wir müssen gewinnen und nicht an Dinge denken, die uns ablenken. Spielen wir doch erst einmal das Spiel. Danach können wir über die Konstellation reden", sagte Rose am Dienstag. Gleichzeitig war der Gladbach-Trainer damit beschäftigt, nach dem furiosen 6:0 im Hinspiel vor zu viel Übermut zu warnen. "Schachtjor wird völlig anders auftreten und versuchen, das Ganze wieder zu drehen", sagt Rose.

Gladbach hat Spiel gegen Augsburg "abgehakt"

Auch Weltmeister Christoph Kramer meinte angesichts der Hinrunde ohne Niederlage, dass die Borussia von nun an nicht mehr unterschätzt werde. "Es sollte keiner meinen, dass das ein Spaziergang wird. Wir werden hier im Borussia-Park ein ganz anderes Donezk erleben als beim 6:0 in Kiew", sagte Kramer der Rheinischen Post. Doch auch er rechnet bereits und glaubt: "Wir brauchen noch vier Punkte, um in Europa zu überwintern."

Zum Problem könnte jedoch die "Führungsschwäche" der letzten Wochen werden, als Gladbach mehrfach einen Vorsprung verspielte. Auch international ist das Problem ein bekanntes: In allen sieben Königsklassen-Heimspielen seit 2015 ging die Borussia 1:0 in Führung, egal ob der Gegner FC Barcelona, Real Madrid oder Manchester City hieß. Gewonnen hat Gladbach nur ein einziges Mal.

Erst am Samstag ereilte die Borussia dieses Schicksal auch gegen den FC Augsburg. Die Mannschaft habe das Problem mit dem Trainerteam analysiert, sagte Lars Stindl am Dienstag. "Die Dinge sind abgehakt. Das spielt in den Köpfen keine Rolle", so der Gladbach-Kapitän. Beim 2:2 gegen Real hatte die Borussia sogar eine 2:0-Führung verschenkt.

Helfen könnte gegen Donezk möglicherweise doch noch Alassane Plea. Der Franzose, der im Hinspiel drei Tore erzielt hatte, befindet sich nach seiner Corona-Infektion nicht mehr in Quarantäne. "Er ist wieder freigegeben und darf auch trainieren. Da müssen wir schauen, wie er das wegsteckt, weil er in den letzten Tagen zu Hause war und wenig trainiert hat", sagte Rose. Der ebenfalls mit Corona infizierte Ramy Bensebaini fehlt dagegen.

Gegner Donezk geht es indes nicht besser: Zwar ist Ukraines Nationalspieler Junior Moraes nach dem abgesagten Länderspiel gegen die Schweiz wieder negativ getestet worden, doch Torhüter Anatolij Trubin, Abwehrspieler Waleri Bondar und Offensivakteur Marlos befanden sich zuletzt noch in Isolation. 

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt - Kramer, Neuhaus - Wolf, Stindl, Thuram - Embolo (Plea). - Trainer: Rose

Donezk: Pjatow (Trubin) - Dodo, Kriwtsow, Matwijenko, Marquinhos - Marcos Antonio, Stepanenko, Alan Patrick - Tete, Junior Moraes, Solomon. - Trainer: Luis Castro

Schiedsrichter: Cüneyt Cakir (Türkei)

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