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Krise beim Schlusslicht spitzt sich zu

Offiziell! Schalke schmeißt Kaderplaner Reschke raus

24.11.2020 16:46
Michael Reschke muss seinen Posten beim FC Schalke 04 räumen
© Jan Huebner via www.imago-images.de
Michael Reschke muss seinen Posten beim FC Schalke 04 räumen

Die Unruhe beim Bundesliga-Schlusslicht FC Schalke 04 wird immer größer. Nach der erneut desolaten Leistung am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg (0:2) und einem aufsehenerregenden Trainingszoff am Sonntag folgte am Dienstag der nächste Hammer.

Wie am Nachmittag offiziell verkündet wurde, muss der bisherige Technische Direktor Michael Reschke seinen Posten bei den Königsblauen räumen. Er war erst seit eineinhalb Jahren im Amt.

"Wir danken Michael Reschke für seine geleistete Arbeit in alles anderen als einfachen Zeiten. Letztlich hatten wir eine unterschiedliche Auffassung über die sportliche Zukunft des Vereins", erläuterte Sportvorstand Jochen Schneider.

Reschke schlug zum Abschied immerhin versöhnliche Töne an: "Ich wünsche dem FC Schalke 04, dass Fans, Mitarbeiter, Team, Trainerstab und alle Verantwortlichen partnerschaftlich vereint diese herausfordernde Zeit meistern. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, die Klasse zu halten und werde weiterhin bei jedem Spiel mitfiebern."

Keine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr beim FC Schalke 04

Neben der anhaltenden sportlichen Krise, für die der 63-jährige Reschke als Kaderplaner eine Mitverantwortung trug, soll die Trennung auch atmosphärische Gründe gehabt haben. 

Reschke und Schneider arbeiteten laut "kicker" seit einigen Wochen nicht mehr vertrauensvoll zusammen, sondern begegneten sich nur noch "distanziert und abgekühlt".

Vor allem ein Vorfall zum Ende der Transferperiode soll das Verhältnis der beiden S04-Verantwortlichen nachhaltig beschädigt haben: Anfang Oktober soll Reschke auf eigene Faust und ohne Rücksprachen mit seinem Vorgesetzten Schneider Gespräche mit dem Ligakonkurrenten Hertha BSC über einen möglichen Verkauf von Kapitän Omar Mascarell geführt haben.

Selbst der Mittelfeldmann und Stammspieler soll von den Transfergesprächen nichts gewusst haben. Als Schneider davon erfuhr, sah er sich gezwungen, persönlich beim Spanier anzurufen und sich für das Vorgehen Reschkes zu entschuldigen. In der Folge blieb Mascarell auf Schalke.

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