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"Alles bestens": Deutsche Bob-Piloten starten mit Doppelsieg

22.11.2020 11:44
Friedrich feierte zum Auftakt in Sigulda einen Sieg
© Steffen Prx.dorf via www.imago-images.de
Friedrich feierte zum Auftakt in Sigulda einen Sieg

Die Rahmenbedingungen beim Auftakt des Bob-Weltcups waren komplett andere als gewöhnlich, das Endergebnis zeigte aber das bekannte Bild mit Dominator Francesco Friedrich an der Spitze. Der Rekordweltmeister legte beim Saisonstart im lettischen Sigulda mit einem Sieg los, Olympiasiegerin Mariama Jamanka rundete mit ihrem Erfolg den starken Auftritt der deutschen Piloten ab.

"Das war insgesamt eine sehr starke, sehr geschlossene Leistung", lobte Bundestrainer Rene Spies. Auch Doppel-Olympiasieger Friedrich äußerte sich nach seinem 37. Weltcup-Erfolg zufrieden. "Das war ziemlich gut, vor allem der zweite Start. Alles bestens", sagte der elfmalige WM-Champion nach dem ersten Zweier-Rennen.

Mit seinem Anschieber Thorsten Margis lag Friedrich am Samstag nach dem ersten Durchgang noch hinter Vizeweltmeister Johannes Lochner, holte sich mit einem starken zweiten Lauf aber noch Platz eins. Christoph Hafer schrammte als Vierter nur knapp am Podium vorbei.

"Hansi" Lochner hatte im ersten Durchgang den erst im Februar von Friedrich aufgestellten Bahnrekord mit 49,51 Sekunden um eine Hundertstelsekunde unterboten, obwohl er nie zuvor auf der traditionsreichen Bahn in Sigulda gefahren war. "Im ersten Lauf ist mir richtig einer rausgekommen. Im zweiten wurde es leider oben schlechter, daher mussten wir uns knapp geschlagen geben", sagte Lochner.

Jamanka entzückt, Nolte stürzt

Bei den Frauen hatte zuvor Jamanka mit Anschieberin Vanessa Mark gewonnen, und das obwohl sie im Training zuvor noch gestürzt war und dabei gar einen Schlitten zerstört hatte. Vizeweltmeisterin Kim Kalicki landete mit Anschieberin Anabel Galander auf Rang drei. Laura Nolte stürzte und verpasste den zweiten Lauf.

"Ich bin froh, dass wir das Rennen so absolvieren konnten, und ich freue mich, dass ich mit Vanessa direkt den ersten Sieg feiern konnte", sagte Jamanka. "Sie hat ihre ganze Klasse ausgespielt", lobte Spies.

Der Weltcupstart stand unter Corona-Vorzeichen. So tauschten die Piloten nach dem Zieleinlauf nicht nur ihren Helm schnell gegen einen Mund-Nasen-Schutz ein. Es fehlten wie angekündigt auch viele Nationen.

Lediglich neun Schlitten aus Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Rumänien, Österreich und Polen gingen beispielsweise bei den Frauen an den Start. Die Schlitten aus den USA, Kanada und Russland blieben bei den Männern und Frauen fern.

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