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"Kramies" wollen noch mächtiger werden

20.11.2020 12:59
Kevin Krawietz und Andreas Mies setzen sich neue Ziele
© Paul Zimmer via www.imago-images.de
Kevin Krawietz und Andreas Mies setzen sich neue Ziele

Andreas Mies hatte sich viel vorgenommen für den Saisonabschluss - ein Vorrundenaus bei den ATP Finals hatte der French-Open-Sieger bei seiner Urlaubsplanung freilich überhaupt nicht einkalkuliert. "Ich habe den Flug optimistisch für Dienstag gebucht, weil ich guter Dinge war, dass wir bis Sonntag hierbleiben", sagte der Kölner, doch wie schon im Vorjahr steigt das große Finale in London am Sonntag ohne Mies und seinen Doppelpartner Kevin Krawietz.

"Das ist natürlich enttäuschend und schade", sagte Mies nach der verpassten Qualifikation für das Halbfinale beim Abschlussturnier der acht Jahresbesten - denn der 30-Jährige war überzeugt, dass viel mehr drin gewesen wäre. "Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, glaube ich, dass wir diese Turniere gewinnen können", meinte Mies: "Wenn wir unser Tennis auf den Platz bringen, spielen wir so mächtig, dass wir ganz vorne dabei sind."

Trotz der Enttäuschung in London können die "Kramies" aber ein erfreuliches Fazit dieser ungewöhnlichen Saison ziehen, schließlich steht die erfolgreiche Titelverteidigung bei den French Open über allem. Doch das Davis-Cup-Doppel will mehr. "Alle wichtigen Titel" will Mies irgendwann mal gewonnen haben, wie er im Vorfeld gesagt hatte, und auch die Spitze der Doppel-Weltrangliste ist das Ziel. Deshalb startet nach zwei Wochen Urlaub schon wieder die Vorbereitung auf die neue Saison - auch wenn dahinter noch viele Fragezeichen stehen.

"Wie die Vorbereitung genau aussieht, wissen wir auch nicht", sagte Krawietz. Eigentlich hatte das Duo geplant, schon am 15. Dezember nach Australien zu fliegen und sich optimal auf die Australian Open (18. bis 31. Januar) vorzubereiten. Aufgrund der strengen Coronapolitik des Landes wird daraus aber nichts. "Der Stand ist, dass wir nicht vor dem 1. Januar einreisen dürfen", erzählte Mies.

Und das sorgt für Probleme, denn nach der Einreise ist eine 14-tägige Quarantäne zwingend vorgeschrieben. Noch ist unsicher, ob die Profis währenddessen in einer "Blase" trainieren oder sogar Vorbereitungsturniere spielen dürfen - sofern es diese Events überhaupt gibt. "Noch ist nicht ganz klar, wie viele Turniere dann sind", sagte Mies: "Es steht auch im Raum, dass man nur die Australian Open spielt." Direkt von 0 auf 100 also.

Umso wichtiger ist es daher, die kurze Erholung zu nutzen. "Ich habe nach wie vor ein, zwei Wehwehchen und versuche, die gut auszukurieren", sagte Mies, der sich schon seit zwei Monaten mit einer schmerzhaften Kniereizung herumplagt: "Und dann hoffe ich, dass ich in zwei Wochen wieder gesund starten kann." Um dann das volle Potenzial auszuschöpfen.

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