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Weltverband schmettert Protest der Reiter ab

19.11.2020 19:17
Isabell Werth ist gegen die Helmpflicht
© ANP/ANP/SID/VINCENT JANNINK
Isabell Werth ist gegen die Helmpflicht

Die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth und die große Mehrzahl ihrer Reiter-Kollegen sind mit ihrer Petition gegen die Einführung der generellen Helmpflicht in allen Dressurprüfungen gescheitert.

Der Weltverband FEI wies die Eingabe der Athleten mit der Begründung zurück, die Einspruchsfrist nach dem ersten Beschluss im Herbst 2019 sei verstrichen, nun wolle und könne man sich damit nicht mehr beschäftigen.

Somit gilt auch für die weltbesten Reiter in den Vier- und Fünf-Sterne-Prüfungen ab Januar 2021 eine generelle Helmpflicht auf dem Viereck. Werth hatte sich an die Spitze einer Bewegung gestellt, die dafür plädierte, Athleten über 18 Jahren grundsätzlich die Wahlfreiheit zwischen dem Helm und dem klassischen Zylinder zu lassen. Auch der Internationale Dressurreiter-Club (IDRC) mit seiner Präsidentin Kyra Kyrklund (Finnland) hatte sich der Petition angeschlossen - ohne Erfolg.

Isabell Werth hatte unter anderem damit argumentiert, dass es bei einem internationalen Grand Prix oder einem Dressur-Championat noch nie einen Unfall gegeben habe, "der Anlass dazu gegeben hätte, die Helmpflicht einzuführen. Plötzlich branden aber Diskussionen auf, bei denen man das Gefühl bekommt, als ob der Dressursport zu den gefährlichsten der Welt gehört", sagte die erfolgreichste Reiterin der olympischen Geschichte. 

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