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Altmeister Langer landet vor Woods

Johnson holt sich seinen ersten Masters-Titel

15.11.2020 21:12
Dustin Johnson hat zum ersten Mal das Masters gewonnen
© Kevin Dietsch via www.imago-images.de
Dustin Johnson hat zum ersten Mal das Masters gewonnen

Mit einem Rekordergebnis hat Dustin Johnson erstmals das US Masters gewonnen und die Nachfolge von Tiger Woods angetreten. Aber auch Bernhard Langer hatte allen Grund, stolz zu sein.

Als ihm Vorgänger Tiger Woods im Klubhaus das begehrte grüne Sieger-Jackett überstreifte, war Dustin Johnson am Ziel seiner Träume.

Nur kurz nach seiner überstandenen Coronainfektion feierte der Weltranglistenerste seinen Premierensieg beim legendären US Masters in Augusta.

Der Schwiegersohn von Eishockey-Legende Wayne Gretzky nahm den Par-72-Platz an der berühmten Magnolia Lane förmlich auseinander und triumphierte mit dem Masters-Rekordergebnis von 268 Schlägen. Es war der zweite Major-Triumph für "DJ" nach dem Erfolg 2016 bei der US Open.

"Ich war den ganzen Tag nervös, es ist das Turnier, das ich unbedingt gewinnen wollte", sagte Dustin Johnson, der nach dem letzten Putt als erste süße Prämie Küsschen von seiner langjährigen Lebensgefährtin Paulina erhielt.

Johnson nach Coronainfektion erst vor knapp einer Woche zurückgekehrt

Der 36-Jährige Johnson, der nur gut hundert Kilometer von Augusta entfernt in Columbia/South Carolina aufgewachsen ist, war mit vier Schlägen Vorsprung auf die Schlussrunde gegangen und hielt die chancenlose Konkurrenz bei seinem 24. Erfolg auf der US-Tour auf Distanz.

Mit 20 Schlägen unter Par verbesserte er die Masters-Bestmarke von Jordan Spieth (2015) und Tiger Woods (1997) um zwei Schläge.

Gemeinsame Zweite mit jeweils 273 Schlägen wurden der Australier Cameron Smith und der erst 22 Jahre alte Masters-Debütanten Im Sung Jae aus Südkorea.

 

Der Vorjahreszweite Johnson war nach einer Coronainfektion vor knapp einer Woche wieder auf die Tour zurückgekehrt und belegte bei der Houston Open prompt Platz zwei.

Bei seinen letzten sieben Turnieren wurde er jeweils dreimal Erster und Zweiter: Niemand spielt derzeit so konstant wie er.

"Ich habe eine Menge Selbstvertrauen", hatte Johnson vor der Schlussrunde erklärt: "Ich werde noch einmal richtig gut spielen müssen, wenn ich das grüne Jackett anziehen will." Das tat er dann auch in eindrucksvoller Manier.

Dreimal Wasser, zehn Schläge: Tiger Woods erlebt Desaster

Für einen beachtlichen Rekord sorgte auch Altmeister Bernhard Langer bei seinem 37. Masters-Auftritt. Der zweimalige Turniersieger (1985 und 1993) belegte mit 285 Schlägen den 29. Platz.

Am Freitag hatte der Anhausener im Alter von 63 Jahren, zwei Monaten und 17 Tagen als ältester Spieler in Augusta den Cut schafft. Er löste damit Tommy Aaron ab, der im Jahr 2000 63 Jahre, einen Monat und 16 Tage alt war.

Langer war damit besser als zwei US-Topstars, die um den Sieg mitspielen wollten. Doch Vorjahressieger Tiger Woods schwächelte.

Negativer Höhepunkt waren am Sonntag die zehn Schläge an Loch 12, einem Par 3. Es war der höchste Score in seiner 1996 begonnenen Profikarriere.

Trotz fünf Birdies auf den folgenden sechs Löchern reichte es für den 15-maligen Major-Champion mit 287 Schlägen nur zu Rang 38.

Altmeister Langer kann noch in der Weltspitze mithalten

Auch der offenbar gesundheitlich angeschlagene Mitfavorit und US-Open-Champion Bryson DeChambeau spielte nicht die vom ihm erwartete Rolle, war am Ende als 34. einen Schlag schlechter (286) als Flightpartner Langer.

Unbeeindruckt vom Trubel um die Favoriten zeigte dieser, dass er dank seiner riesigen Erfahrung noch in der Weltspitze mithalten kann.

Bereits im kommenden April will er erneut seine Spuren in Augusta hinterlassen - trotz unzähliger Erfolge in über vier Jahrzehnten ist sein letzter Abschlag noch nicht in Sicht.

"Ich werde sicher noch einige Jahre spielen", sagte er: "Ganz ohne Golf wird es hoffentlich nie sein." Dank seiner Siege 1985 und 1993 hat er in Augusta eine lebenslange Spielberechtigung.

 

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