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Corona-Durcheinander um BVB-Star endgültig beendet

Keine Quarantäne: Gesundheitsamt gibt Haaland grünes Licht

17.11.2020 14:38
BVB-Star Erling Haaland muss nicht in Quarantäne
© Revierfoto via www.imago-images.de
BVB-Star Erling Haaland muss nicht in Quarantäne

Da BVB-Angreifer Erling Haaland sein Heimatland Norwegen nach einer Corona-Infektion eines Nationalmannschaftskollegen nur unter Auflagen verlassen durfte, herrschte bis zuletzt Unklarheit: Darf der Top-Torjäger von Borussia Dortmund am Samstag bei Hertha BSC auflaufen oder muss er in Quarantäne? Nun hat die Gesundheitsbehörde entschieden.

Das Dortmunder Gesundheitsamt sieht nach einer Befragung des 20-Jährigen in Zusammenhang mit dem Coronafall seines norwegischen Teamkollegen Omar Elabdellaoui keinen Anlass für eine Quarantäne, wie die Behörde auf Anfrage dem "SID" mitteilte.

Entgegen der Anordnung der norwegischen Behörden darf der Stürmer von Borussia Dortmund somit zum Spieltagskader zählen. Haaland war mit der Auflage aus Norwegen zurückgereist, sich an eine zehntägige Quarantänepflicht zu halten.

"Nachdem der Spieler Erling Haaland wieder in Dortmund eingetroffen ist, konnte eine genaue Befragung zu dem möglichen Kontakt mit einem positiv getesteten anderen norwegischen Spieler stattfinden", schrieb das Dortmunder Gesundheitsamt. Dieser Befragung zufolge "gehört Herr Haaland nicht zur Kategorie 1 (enger Kontakt). Das Gesundheitsamt musste also keine Quarantäne-Anordnung veranlassen."

Norweger Behörden wollten Ausreise zunächst verhindern

Noch am Montag hatten Meldungen aus Norwegen für Aufregung gesorgt, dass dem 20-Jährigen wie anderen Nationalspielern im Fall eines Verstoßes an die Quarantäne-Verordnung eine Geld- oder gar Gefängnisstrafe droht. 

Auf Anweisung der norwegischen Gesundheitsbehörden hatte Haaland die Selbst-Isolation ursprünglich gar in seiner Heimat abhalten sollen. Die dortige Gesundheitsbehörde gestattete den Nationalspielern letztlich jedoch die Ausreise. Das noch ausstehende Nations-League-Spiel gegen Österreich treten die Norweger mit einer komplett neu aufgestellten B-Elf an.

Die zurückgereisten Nationalspieler waren laut Verbandsdirektorin Lise Klaveness jedoch dennoch verpflichtet, sich auch nach der Rückkehr zu ihren Klubs an die zehntägige Quarantäne zu halten. Somit sollen "die Regeln eingehalten werden", hatte Klaveness dem Rundfunksender "NRK" zunächst bestätigt. 

BVB im Austausch mit den Ämtern

Der BVB stand im Vorfeld ohnehin in intensivem Kontakt zum norwegischen Verband und zu den Dortmunder Behörden, um Klarheit in der Angelegenheit zu bekommen, so ein "WAZ"-Bericht.

Dass sich die erkannten Corona-Infektionen unter den Stars der Szene insbesondere während der Länderspielpause häufen, ist den Dortmunder Verantwortlichen nicht entgangen.

"Wir versuchen uns bestmöglich zu schützen und bleiben diszipliniert, um uns vor weiteren Fällen zu bewahren", sagte Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB, den "Ruhr Nachrichten". "Wir nehmen natürlich wahr, dass die Einschläge näher rücken, und beobachten die Entwicklung besorgt."

Corona-Fälle? BVB will weiter "null Risiko gehen"

Alle nach Dortmund zurückkehrenden Nationalspieler - so auch Haaland - begeben sich also zunächst in häusliche Isolation und werden anschließend fürs Mannschaftstraining "freigetestet". "Wir werden weiterhin null Risiko gehen", so Kehl.

Der BVB habe die Hygienekonzepte der National-Verbände vorab geprüft. "Die Vorkehrungen sind dort überall sehr hoch, niemand agiert fahrlässig", sagte Kehl, der nun hofft, "dass unsere Nationalspieler in der nächsten Woche alle gesund zu uns zurückkommen."

Kurios: Sturm-Juwel Youssoufa Moukoko, der gegen Hertha BSC wohl erstmals im Profi-Kader des BVB stehen soll, muss wegen der latenten Corona-Ansteckungsgefahr sogar umziehen. Nach "Sport1"-Informationen verlässt das bald 16-jährige Ausnahmetalent das Dortmunder Nachwuchs-Internat und wird in einer eigenen Wohnung untergebracht, wo ihn eine Aufsichtsperson betreuen soll.

Im BVB-Jugendhaus sei das Risiko wegen des Kontakts zu Gleichaltrigen, die nicht regelmäßig auf das Virus getestet werden, zu hoch, heißt es.

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