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Kerpener wollte eigentlich zu Williams wechseln

Jochen Mass verrät: So landete Schumacher bei Ferrari

12.11.2020 10:37
Jochen Mass im Gespräch mit Michael und Ralf Schumacher
© imago sportfotodienst
Jochen Mass im Gespräch mit Michael und Ralf Schumacher

1996 läutete Michael Schumacher mit seinem Wechsel zu Ferrari eine der erfolgreichsten Ären der Formel-1-Geschichte ein. Dabei hatte sich der Kerpener vor der Unterschrift bei der Scuderia eigentlich schon zu einem anderen Team bekannt.

Elf Jahre, 72 Siege, fünf WM-Titel: Als Fahrer der Scuderia Ferrari schrieb Michael Schumacher zwischen 1996 und 2006 Formel-1-Geschichte. Der Kerpener verewigte sich in den Rekordbüchern und wurde zum erfolgreichsten Fahrer, den die Königsklasse bis dato je gesehen hatte.

Jochen Mass, Schumachers ehemaliger Sauber-Teamkollege aus der World Sportscar Championship, verriet nun, dass der Deutsche eigentlich gar nicht geplant hatte, zur Scuderia zu wechseln. Stattdessen hatte sich der damals zweifache Weltmeister schon für einen Wechsel zu Williams entschieden. 

Schumacher: "Ich werde für Williams fahren"

Mass selbst bekam Anfang der 90er die Chance, den Williams-Boliden intensiv zu testen. "Das Auto war fantastisch zu fahren, leicht zu fahren. Allein mit diesem Auto konnte man Weltmeister werden. Das Auto war so gut, es war lächerlich. Es war so schnell und fühlte sich gut an. Alles war perfekt", schilderte Mass seine Eindrücke vom Boliden des Traditionsteams im "Beyond the Grid"-Podcast.

Nachdem er den Williams probefahren durfte, meldete sich Michael Schumacher bei ihm, verriet Mass. "Er hat gesagt: Ich werde nächstes Jahr für Williams fahren. Ich habe dann gesagt: 'Fantastisch, sehr gut'. Einfach auch, weil ich Frank [Williams] wirklich mochte und wollte, dass er den besten Fahrer bekommt."

Trotz seiner guten Beziehung zu Willams riet Mass Michael Schumacher jedoch von einem Wechsel zu den Briten ab.

"Ich habe ihm gesagt: 'Wenn du jetzt gewinnst, dann wegen des Autos, nicht wegen dir. Das Auto ist einfach zu gut. Du brauchst Ferrari, musst sie aus der Krise führen und sie wieder zum Weltmeister machen. Dann bist du der König von Italien.'", erklärte Mass, mit welchem Argument er Schumi von einem Wechsel zur Scuderia überzeugte.

Schumacher sei sich zunächst nicht sicher gewesen, erinnerte sich Mass: "Einen Monat später hat er mich angerufen und gesagt: 'Ich wechsel zu Ferrari'." Für Frank Williams habe es ihm leid getan, versicherte der ehemalige Rennfahrer: "Aber eine Weltmeisterschaft in einem so überlegenen Auto wie Williams ist natürlich weniger wert, als wenn du in einem Ferrari Weltmeister wirst."

Hätte er Michael Schumacher dagegen zu einem Wechsel zu Willams geraten, "dann wäre er dorthin gegangen", ist sich Mass heute noch sicher.

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