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Masken-Zoff zwischen Kroos und Aubameyang

13.11.2020 07:49
Will seinen Art zu jubeln nicht ändern: Pierre-Emerick Aubameyang
© Shaun Botterill via www.imago-images.de
Will seinen Art zu jubeln nicht ändern: Pierre-Emerick Aubameyang

Für Fußball-Nationalspieler Toni Kroos sollte ein Torjubel schlicht sein - und nicht so ausgefallen wie die von Antoine Griezmann oder Pierre-Emerick Aubameyang. Der Arsenal-Angreifer hat die Aussagen jedoch mitbekommen und via Twitter gekontert.

"Übrigens", begann Aubameyang am Donnerstagnachmittag einen Tweet, "hat dieser Toni Kroos Kinder? Nur zur Erinnerung, ich habe das ein paar Mal für meinen Sohn gemacht und werde es wieder tun. Ich wünsche dir, dass du eines Tages Kinder haben und sie so glücklich machen wirst, wie diese jungen Schüler darüber denken."

Damit bezog sich der ehemalige BVB-Stürmer auf den Post eines Twitter-Nutzers, der Bilder teilte, die augenscheinlich an einer Schule aufgenommen wurden. Eines zeigt einen Zettel, der an einem Zaun hängt. "Die Schüler wurden gefragt, was sie unter 'Glück' verstehen. Jeder Schüler von der ersten bis sechsten Klasse hat ein eigenes Bild dazu gemalt." Daneben hängt ein selbstgemaltes Bild eines Schülers von Pierre-Emerick Aubameyang.

Toni Kroos, der übrigens im vergangenen Jahr zum dritten Mal Vater wurde, hatte sich im Podcast "Einfach mal Luppen", in dem er mit seinem Bruder Felix über Fußball diskutiert, sehr deutlich zum Thema Torjubel geäußert und Pierre-Emerick Aubameyang als kein "gutes Vorbild" für die Jugend bezeichnet.

"Wenn es da einstudierte Tänze oder Choreografien gibt, finde ich das schon sehr albern. Oder noch schlimmer: Wenn da irgendwelche Gegenstände in Stutzen versteckt werden. Kollege Aubameyang hat das mal zelebriert und seine Maske rausgeholt. Da hört es bei mir auf", so der 30-Jährige.

Auch den "hampelnden" Weltmeister Antoine Griezmann könne er nicht verstehen. Der Franzose imitiert einen Jubel aus dem Computerspiel "Fortnite". Aubameyang hatte schon mehrfach eine Superhelden-Maske hervorgeholt, um einen Treffer zu feiern. Kroos selbst freue sich eher "innerlich".

Fußballer sind "irgendwie nur die Marionetten von FIFA und UEFA"

Kroos äußerte sich im Podcast aber auch zu anderen Themen kritisch, etwa zur anhaltenden Diskussion um eine europäische Superliga.

"Am Ende der Tage sind wir von diesen ganzen zusätzlichen Sachen, die erfunden werden, (...) irgendwie nur die Marionetten von FIFA und UEFA", sagte Kroos. Wettbewerbe wie die Nations League oder die angedachte Erweiterung der Klub-WM seien geplant, "um finanziell alles rauszusaugen, natürlich auch körperlich alles rauszusaugen aus jedem einzelnen Spieler."

Auch eine milliardenschwere europäische Superliga lehnt der 30-jährige Kroos ab. Zwar seien solche Wettbewerbe sportlich sicherlich spannend. Würden allerdings die Topklubs nur noch in der Superliga gegeneinander antreten, schauten kleinere Vereine "in die Röhre" und die Kluft zwischen Groß und Klein werde noch größer.

Der Mittelfeldspieler von Real Madrid meinte daher: "Es ist auch mal gut, gewisse Dinge so zu lassen, wenn sie gut sind." Mit den bestehenden Ligen und den internationalen Wettbewerben habe man "Top-Produkte", sagte der Weltmeister von 2014.

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