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Hohe Erwartungen in Lissabon

Ex-BVB-Star Weigl klagt: "Trage einen Rucksack"

04.11.2020 08:30
Wechselte im Januar 2020 von Benfica zum BVB: Julian Weigl
© Jorge Amaral via www.imago-images.de
Wechselte im Januar 2020 von Benfica zum BVB: Julian Weigl

Elf Monate nach seinem Abschied von Borussia Dortmund ist Julian Weigl kein Stammspieler bei seinem neuen Klub Benfica. Die großen Erwartungen in Lissabon lasten schwer auf dem ehemaligen BVB-Profi.

"Ich weiß, dass ich einen Rucksack trage und Kritiker habe. Ich bin kein Spieler, der viele Tricks macht und das Stadion dann aufschreit. Meine Qualitäten liegen als Defensivspieler woanders", gab der Mittelfeldspieler im Interview mit "Sport Bild" zu.

Weigl sprach auch über die Unterschiede zwischen dem BVB und Benfica. "Dortmund ist auch ein großer Klub mit vielen Möglichkeiten und unfassbaren Fans. Bei Benfica gibt es aber noch mal Unterschiede", so der 25-Jährige.

In Lissabon sei "alles auf dem modernsten Stand. Bei diesem Umfeld hat man die besten Voraussetzungen, sich weiterzuentwickeln. Man muss sich mal anschauen, wie das hier abgeht, wenn Titel gewonnen werden. Die Fans sind total verrückt. Bei vielen Auswärtsspielen sind 70 Prozent Benfica-Fans im Stadion. Es herrscht immer eine hitzige Stimmung."

Er habe nach seinem Wechsel mitbekommen, sagte Weigl, "dass sich viele in Deutschland über diesen Schritt gewundert haben. Ich hatte in Dortmund ja immer regelmäßig meine Einsätze."

BVB-Abgang: Julian Weigl hatte "einige Optionen"

Bei ihm habe sich aber "der Wunsch breitgemacht, etwas anderes zu probieren", ergänzte der fünfmalige Nationalspieler. "Wir sind nicht nur Maschinen, die auf dem Platz stehen. Wir sind auch junge Menschen, die Wünsche und Träume haben. Meine Frau und ich wollten immer einmal das Abenteuer Ausland wagen."

Er habe bei seinem Abgang vom BVB "einige Optionen" gehabt, bekannte Weigl, der in der Vergangenheit unter anderem mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht wurde. "Bei Benfica hat das Bauchgefühl sofort gepasst."

Angesprochen auf ein neuerliches Interesse des Champions-League-Finalisten, bei dem der frühere BVB-Coach Thomas Tuchel in der Verantwortung steht, vermied Weigl ein klares Dementi. "Dazu kann ich nichts sagen", sagte er.

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