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Al-Masri will neuer AIBA-Präsident werden

04.11.2020 07:25
Der neue AIBA-Präsident könnte aus Deutschland kommen
© FIRO/FIRO/SID/
Der neue AIBA-Präsident könnte aus Deutschland kommen

Ramie Al-Masri, 49 Jahre alter Unternehmer aus Kaiserslautern und Kampfrichter-Obmann des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV), will neuer Präsident des Amateurbox-Weltverbandes AIBA werden.

Al-Masri hat beim kriselnden Weltverband als letzter von sechs Kandidaten seinen Hut in den Ring geworfen.

"In der Vergangenheit gab es in der Boxwelt der AIBA einige Missstände, die zu der Suspendierung durch das IOC geführt haben. Ich bin der Meinung, es bedarf eines radikalen Neuanfangs, um wieder weltweit als Dachverband anerkannt zu werden", sagte der in Informatik promovierte Inhaber eines IT-Unternehmens dem "SID". 

Al Masri, früher selbst Halbmittelgewichts-Boxer, wäre im Falle eines Wahlsieges der dritte deutsche Präsident eines internationalen olympischen Spitzensportverbandes.

Thomas Weikert führt den Tischtennis-Weltverband (ITTF), Klaus Schormann ist seit 1993 Präsident des Internationalen Verbandes der Modernen Fünfkämpfer (UIPM). Der neue AIBA-Präsident wird beim virtuellen Meeting am 12. und 13. Dezember gewählt.

Neben Al-Masri, dessen Eltern aus Palästina stammen, gibt es fünf weitere Kandidaten, von denen vier allerdings der alten Herrschaftsklasse der AIBA zugerechnet werden, die wegen Misswirtschaft und Korruption beim IOC in Ungnade gefallen ist. Das nächste olympische Boxturnier in Tokio 2021 darf die AIBA nicht mehr organisieren, auch wurden Gelder vonseiten des IOC gekürzt.

"Man sollte die Hand, die einen füttert, nicht abschlagen", sagte Al-Masri, der Kontakt zu Thomas Bach und zum IOC aufnehmen will. "Er ist ein hervorragender Kandidat, spricht sechs Sprachen und steht für einen Neuanfang", sagte Präsident Erich Dreke vom Deutschen Boxsport-Verband (DBV).

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