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"Es tut wirklich weh"

Kurios: Magnussen bekam vom Schalten Kopfweh

Haas-Fahrer Kevin Magnussen litt im Rennen unter enormen Kopfschmerzen
Haas-Fahrer Kevin Magnussen litt im Rennen unter enormen Kopfschmerzen
Foto: © Mark Sutton via www.imago-images.de
02. November 2020, 14:16

"Ich kriege hier richtig Kopfweh", funkte Kevin Magnussen im Imola-Grand-Prix an die Haas-Box. Und das lag nicht an der Fahrweise seiner Konkurrenten oder der Situation im Rennen, sondern hatte technische Ursachen. Magnussen sagte nämlich auch schon am Funk: "[Es kommt] vom vielen Hochschalten." Und: "Es ist, als ob ich jedes Mal einen Tritt gegen den Kopf kriege."

Letzteres funkte Magnussen in Runde 44, also nach gut zwei Dritteln der Renndistanz. Da bestand das Problem aber schon sehr lange, nämlich seit dem Qualifying vom Vortag. "Wir hatten bereits auf meiner schnellsten Qualifying-Runde Schwierigkeiten mit dem Getriebe", erklärt Magnussen. Und diese Probleme blieben bestehen.

Was genau am Haas VF-20 nicht ordnungsgemäß funktionierte, das verrät weder Magnussen noch sein Teamchef Günther Steiner. Doch Steiner sagt: Haas habe sehr wohl versucht, eine Lösung zu finden. "Die FIA hat uns aber einen straffreien Sensorwechsel untersagt." Und so blieb der Fehler für das Rennen im Auto.

Haas holt Magnussen schließlich an die Box

Magnussen plagte sich in der zweiten Rennhälfte. Wiederholt gab es Funkkontakt zur Box deswegen. Auf eine Nachfrage, wie es ihm gehe, sagte er schlicht: "Es ist mein Job, oder nicht? Aber es tut wirklich weh." Und kurz darauf: "Ich sagte schon, ich habe Schmerzen."

In Runde 47 hatte Haas ein Einsehen. "Sie sagten mir, 'Es gibt nichts mehr zu gewinnen, komm rein!'", meint Magnussen, zu diesem Zeitpunkt Letzter im Rennen.

Sein nicht näher definiertes Problem schilderte er kurz darauf so der Presse: "Es war vom Start weg da. Das Hochschalten dauerte zu lang. [Es ging] nicht nur langsam, sondern es hat jedes Mal einen kleinen Knall gemacht beim Hochschalten. Mit der Zeit bekam ich davon enorme Kopfschmerzen."

Unfall mit Vettel gleich in Runde eins

Nicht geholfen haben dürfte da ein Unfall gleich in der Startrunde: Magnussen geriet in der Tosa-Kurve mit Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel aneinander und Vettel drehte Magnussen von der Bahn. "Da war's eigentlich schon fast vorbei", sagt Magnussen. "Ich habe so viel Zeit verloren."

Grundsätzlich aber habe er danach "wirklich gut" mithalten können, sogar "viel besser als erwartet" und trotz des Schaltproblems, so der Däne. Er sei zwischendurch "eine halbe Sekunde pro Runde" schneller gefahren als von Haas erwartet. Dass es dafür keine Belohnung gab, sei "wieder mal frustrierend".

Teamchef Steiner teilt Magnussens Ärger und spricht ebenfalls von einem "frustrierenden Sonntagnachmittag". Steiner weiter: Nichts läuft derzeit für uns, schon seit einer Weile nicht. Jetzt kommen [aber] noch vier Rennen und damit vier Chancen auf Punkte."

Mit bisher drei Punkten aus 13 Rennen belegt Haas aktuell den neunten Platz in der Konstrukteurswertung der Formel 1. Schlechter klassiert ist nur noch Williams, komplett ohne Punkte.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1GroßbritannienLando NorrisMcLaren390
2AustralienOscar PiastriMcLaren366
3NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing366
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team294
5MonacoCharles LeclercFerrari226

Imola GP 2020

1GroßbritannienLewis Hamilton1:28:32.430h
2FinnlandValtteri Bottas+5.783s
3AustralienDaniel Ricciardo+14.320s
4RusslandDaniil Kvyat+15.141s
5MonacoCharles Leclerc+19.111s

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