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Nach Crash mit Stroll

Verstappen entschuldigt sich für verbalen Aussetzer

29.10.2020 15:31
Zwischen Lance Stroll und Max Verstappen ist wieder alles gut
© MST
Zwischen Lance Stroll und Max Verstappen ist wieder alles gut

Max Verstappen hat sich für die Verwendung von diskriminierender Sprache unmittelbar nach seinem Trainingscrash mit Lance Stroll beim Grand Prix von Portugal in Portimao entschuldigt.

"So etwas passiert im Eifer des Gefechts. Ich habe diese Worte nicht so gemeint", wird der Red-Bull-Pilot von der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" zitiert.

Verstappen hatte nach der Kollision mit Stroll am Boxenfunk getobt: "Ist dieser verdammte Kerl blind? Was zur Hölle stimmt nicht mit dem? Jesus! Was für ein behinderter Vollidiot [im englischen Original: "retard"]. Mein Auto ist beschädigt. Was für ein Mongo ["mongol"], ich schwöre es euch!"

Das wurde natürlich, wenn auch teilweise überpiepst, im internationalen TV-Signal ausgestrahlt - und sorgte in den sozialen Netzwerken für heftige Diskussionen. Vor allem, weil es Verstappen in den ersten TV-Interviews nach Trainingsende nicht für nötig hielt, sich zu entschuldigen. "Nicht mein Problem", wimmelte er eine entsprechende Frage ab.

Jetzt zeigt er sich einsichtig: "Ich war zu dem Zeitpunkt ein bisschen wütend und enttäuscht", sagt der 23-Jährige. "Wir leben heutzutage in einer Welt, in der alles ein bisschen übersensibel ist. Aber ich habe schon kurz nach dem Zwischenfall wieder ganz normal mit Lance geredet. Da ist nichts hängen geblieben."

Verstappens Reaktion auf den Crash war auch eines der zentralen Themen in der aktuellen Ausgabe des Formel-1-Podcasts "Starting Grid" mit Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll. Fazit: Auch wenn die Wortwahl diskriminierend und indiskutabel war - man muss vor einer Verurteilung des Fahrers auch den Kontext bedenken.

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