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Hammer-Performance im Finale gegen Schwartzman

Zverev sichert sich das "Double am Dom"

26.10.2020 07:53

Alexander Zverev hat auch das zweite ATP-Turnier in Köln gewonnen und Selbstvertrauen für den Saisonendspurt getankt.

Für den finalen Akt seines "Doubles am Dom" musste Alexander Zverev nicht einmal an seine Grenzen gehen. Diego Schwartzman, in Köln an Position zwei gesetzt und bekannt als Dauerläufer der Tennistour, leistete sich Fehler um Fehler.

Zverev dagegen dominierte, blieb konzentriert, auch wenn sein Gegner tobte - und sicherte sich mit 6:2, 6:1 einen einmaligen Doppelsieg: Innerhalb einer Woche holte er seinen 12. und 13. Titel.

"Vor zwei Tagen wusste ich nicht, ob ich das Turnier zu Ende spielen kann. Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben habe", sagte Zverev, der noch im Viertelfinale unter Hüftproblemen gelitten hatte. Schwartzman lobte seinen Bezwinger: "Sascha war heute viel zu gut, einfach unglaublich."

Acht Spiele bestritt Zverev in Köln, mit acht Siegen reist er weiter. Die perfekte Ausbeute, die ihm knapp 50.000 Euro Preisgeld in die Kassen spült, war am Sonntagabend so gut wie nie in Gefahr.

Zverev begleicht mehrere Rechnungen

Zverev kann den Schwung seiner beiden Titel nun nutzen, um beim Hallen-Masters in Paris und später in London, wo er 2018 seinen bislang größten Triumph feierte, dieses seltsame, aber für ihn durchaus erfolgreiche Corona-Jahr abzuschließen.

Die letzte große Enttäuschung, das Achtelfinal-Aus bei den French Open verarbeitete der Weltranglistensiebte bereits auf seine Weise.

Am Samstag bezwang er im Halbfinale den Italiener Jannik Sinner (7:6, 6:3), gegen den Teenager hatte er in Paris verloren.

"Natürlich hatte ich die Niederlage im Kopf, ich habe mir gesagt, 'nicht nochmal, das Ding verliere ich heute nicht'", sagte Zverev. Auch mit Schwartzman hatte er eine Rechnung offen.

Zverevs Aufschlag zu präzise für Schwartzman

1:2 lautete seine Bilanz gegen den 28 Zentimeter kleineren Südamerikaner, an dem der gebürtige Hamburger 2019 schmerzhaft bei den US Open gescheitert war.

Vor den wenigen Fans in den Logen der Lanxess-Arena, das war bis unters Dach der riesigen Halle zu spüren, wollte sich Zverev keine Blöße geben.

Sein Aufschlag, der während der Zeit in Köln ab und an gewackelt hatte, kam zu präzise für Schwartzman. Neun Asse schlug Zverev, ihm unterlief kein Doppelfehler. Die machte sein Gegner - fünf an der Zahl. Zu viele, um Zverev das "Double am Dom" zu vermiesen.

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