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"Big-City-Klub" läuft eigenen Ansprüchen hinterher

Hertha weiter im freien Fall - Preetz giftet gegen Schiri

25.10.2020 10:08
Die Berliner Verantwortlichen waren mit der Schiedsrichterleistung am Samstagnachmittag unzufrieden
© Bernd König via www.imago-images.de
Die Berliner Verantwortlichen waren mit der Schiedsrichterleistung am Samstagnachmittag unzufrieden

Vier Niederlagen in Folge, Platz 15 in der Tabelle: Hertha BSC läuft in der Fußball-Bundesliga den eigenen Ansprüchen weiter hinterher. Nach dem 1:2 (1:1) bei RB Leipzig war von Selbstkritik aber kaum etwas zu hören. Trainer Bruno Labbadia sah viel Positives, Manager Michael Preetz fand den Hauptschuldigen in Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg).

"Die Mannschaft hat sehr viel richtig gemacht", sagte Labbadia, der in der 50. Minute sehen musste, wie sein Rechtsverteidiger Deyovaisio Zeefuik nur viereinhalb Minuten nach seiner Einwechselung mit Gelb-Rot wieder vom Platz musste. Es war der drittschnellste Platzverweis der Bundesliga-Geschichte. "Ich glaube, heute wäre mehr drin gewesen, auch mehr als ein Punkt, wenn es länger 1:1 gestanden hätte", betonte der Coach.

Doch den Gefallen taten die Leipziger den Gästen nicht. Nach der Berliner Führung durch Jhon Córdoba (8.) drehten Dayot Upamecano (16.) und Marcel Sabitzer (77., Foulelfmeter) mit ihren Toren die Partie. Dem Elfmeter war ein unglückliches Foul von Córdoba an Willi Orban vorausgegangen.

Die Mannschaft sei in der Kabine "sehr angefressen" gewesen, habe sich durch die Gelb-Rote Karte "ein bisschen benachteiligt gefühlt", erklärte Keeper Alexander Schwolow. Vor allem das zweite Gelb gegen Zeefuik sei übertrieben gewesen. "Den Spieler darfst du da nicht vom Platz stellen. Da musst du ein bisschen Fingerspitzengefühl an den Tag legen", meinte Schwolow.

Michael Preetz ging mit dem Unparteiischen noch härter ins Gericht. Das "intensive Spiel" hätte "einen guten Schiedsrichter verdient gehabt", meinte der Manager. Preetz fühlte sich in den "vielen kleinen und engen Entscheidungen" benachteiligt. Stieler habe sich "ein Stück weit über das Spiel gestellt", so Preetz.

Doch am Ende stand eine äußerst dürftige Zwischenbilanz für die Berliner. 110,5 Millionen Euro hat der Hauptstadt-Klub in 2020 für Transfers ausgegeben, wollte an die internationalen Plätze heranrücken, doch die Realität sieht anders aus.

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