Anzeige

Keine Ausreden mehr: Werder will den "Schalter umlegen"

24.10.2020 11:33
Frank Baumann hofft auf einen Werder-Sieg gegen Hoffenheim
© nordphoto / Bratic via www.imago-images.de
Frank Baumann hofft auf einen Werder-Sieg gegen Hoffenheim

Werder Bremen atmet nach dem Coronafall von Felix Agu auf. Gegen die TSG Hoffenheim will das Team von Florian Kohfeldt seinen positiven Trend bestätigen.

Die erhoffte Entwarnung kommunizierte Werder Bremen grün auf weiß. "Kein weiterer COVID-19-Fall" - die Botschaft auf der Homepage der Hanseaten war kaum in der Welt, da bat Florian Kohfeldt sein Team am Freitagnachmittag zurück auf den Trainingsplatz. Der Bremer Aufwärtstrend soll durch den positiven Coronatest des U21-Nationalspielers Felix Agu nicht gestoppt werden.

Dennoch wurde die Mannschaft durch die Infektion beim Youngster ordentlich durchgerüttelt. "Wichtig ist, dass wir jetzt den Schalter wieder umlegen - auch, weil die Spieler natürlich in Sorge waren", berichtete Geschäftsführer Frank Baumann vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Sonntag (18:00 Uhr) über die Stunden der Ungewissheit.

Die Bremer hatten sich nach Bekanntwerden des Testergebnisses am Mittwoch freiwillig in Quarantäne begeben. Erst als eine weitere Testreihe am Freitag ausschließlich negative Ergebnisse hervorgebracht hatte, verließ die Mannschaft bis auf Tahith Chong die Selbstisolation. "Bei uns herrscht der Grundsatz, dass wir kein Risiko auf Kosten unserer Spieler eingehen werden", begründete Baumann das Vorgehen - und verkündete zugleich weitere Sicherheitsvorkehrungen.

So wird es bei Reisen vorerst keine Doppelzimmer mehr geben. Agu, der leichte Symptome aufweist, hatte sich bei der jüngsten Auswärtsreise nach Freiburg mit Mitspieler Chong ein Zimmer geteilt. Der Niederländer muss wie ein Mitglied des Funktionsteams in einer zweiwöchigen häuslichen Quarantäne bleiben, da er als Kontaktperson ersten Grades eingestuft wurde. "Außerdem werden wir die Aufenthaltszeiten in der Kabine nochmal reduzieren, sodass wir wirklich nur die nötigste Zeit hier verbringen", sagte Baumann.

Hoffenheim reist mit neuem Selbstvertrauen an

Ausreden lässt der Sportchef vor dem Duell mit den Kraichgauern trotz der suboptimalen Vorbereitung nicht gelten. Das Team, das seit drei Spielen ungeschlagen ist und mit sieben Punkten ordentlich dasteht, sei trotz der aufwühlenden Woche gut vorbereitet. "Ich mache mir keine Sorgen, dass es einen negativen Einfluss auf das Spiel nehmen kann", sagte Baumann optimistisch.

Nach der vergangenen Chaos-Saison mit der äußerst schmeichelhaften Rettung in der Relegation ist die Hoffnung auf eine sorgenfreie Spielzeit an der Weser groß. Dass der ordentliche Start jedoch trügerisch sein kann, zeigt der Blick zurück. Im vergangenen Jahr hatte Werder zum gleichen Zeitpunkt nur einen Punkt weniger auf dem Konto - dann ging es bergab.

Die in der Bundesliga zuletzt zweimal geschlagene TSG kommt derweil mit neuem Mut an die Weser. Zwar wird der an Corona erkrankte Torjäger Andrej Kramaric dem Team von Sebastian Hoeneß am Sonntag weiterhin fehlen. Kramarics Ausfall verhinderte jedoch auch nicht den erfolgreichen Auftakt in die Europa League am Donnerstag beim 2:0 gegen Roter Stern Belgrad.

Vor dem Gastspiel in Bremen hat der TSG-Coach Respekt - trotz der Unruhe beim Gegner. Ein Coronfall wie nun bei Werder "stört die Vorbereitung. Das nötigt einer Mannschaft eine gewisse Flexibilität ab", sagte Hoeneß - die Partie werde dennoch eine "Herausforderung". 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bundesliga Bundesliga
Anzeige
Anzeige