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FC Bayern hat "Aura der Unbesiegbarkeit"

Hamann zählt "ratlosen" Favre an

22.10.2020 22:55
Dietmar Hamann kritisierte BVB-Trainer Lucien Favre
© Revierfoto via www.imago-images.de
Dietmar Hamann kritisierte BVB-Trainer Lucien Favre

Nach der 1:3-Pleite zum Auftakt der Champions League bei Lazio Rom wird die Kritik an Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre lauter. Auch TV-Experte Dietmar Hamann ließ kein gutes Haar am BVB-Coach.

Die Leistung der Dortmunder in Rom war laut dem 47-Jährigen "erschreckend". "Ich konnte es nicht fassen, war ein Stück weit schockiert", schrieb Hamann in seiner "Sky"-Kolumne.

Die Reaktionen der Verantwortlichen nach der Pleite haben "viel ausgesagt", so der ehemalige Profi des FC Bayern, der klarstellte: "Das Interview mit Lucien Favre hat mir gezeigt, dass er ratlos ist. Der Trainer versteht seine Mannschaft nicht mehr." Für die Dortmunder Leistung gebe es keine Erklärung.

Zwar lasse der BVB seine Qualitäten immer wieder aufblitzen, "aber die fehlende Konstanz ist ein riesiges Problem. Du kannst so keine Titel gewinnen", monierte Hamann und betonte: "Mir macht die Dortmunder Entwicklung etwas Sorgen, weil sie unberechenbar geworden sind."

Am Donnerstagmorgen hatte die "WAZ" bereits berichtet, dass die Luft für Favre dünner werden könnte. Dem Bericht zufolge werden "die Diskussionen um den Schweizer zwangsläufig wieder an Fahrt aufnehmen".

Favre stand beim BVB schon öfter auf der Kippe, schaffte bislang aber stets den Turnaround.

FC Bayern hat "Aura der Unbesiegbarkeit"

Für den FC Bayern fand Hamann dagegen nur lobende Worte: "Die Bayern haben eine Seriosität, eine Konsequenz und einen Willen in ihrem Spiel, das ist einfach beeindruckend."

Durch das "energische, zweikampf- und laufstarke" Auftreten der Münchner, setzte sich irgendwann die "spielerische Überlegenheit" automatisch durch. "Sie haben im Moment eine Aura der Unbesiegbarkeit", so Hamann.

Der ehemalige Mittelfeldspieler erwartet trotz der Lobeshymne "einen kleineren Durchhänger" beim FC Bayern. "Sie haben sieben oder acht Monate durchgespielt, mussten immer trainieren. Auch für den Kopf ist das eine unheimliche Belastung", erklärte Hamann: "Wie lange sie das so durchziehen können, weiß ich nicht, aber im Moment könnten sie nicht besser drauf sein."

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