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BVB "hat sehr viel gefehlt"

Zorc schlägt Alarm nach Lazio-Pleite

22.10.2020 12:02
BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist derzeit nicht zufrieden
© RHR-FOTO/Dennis Ewert via www.imago-images.de
BVB-Sportdirektor Michael Zorc ist derzeit nicht zufrieden

Nach der bitteren wie verdienten 1:3-Niederlage bei Lazio Rom regiert bei Borussia Dortmund weiter der Frust über den verpatzten Champions-League-Auftakt. Michael Zorc hat gleich mehrere Nachlässigkeiten bei den BVB-Stars entdeckt.

"Besonders in der ersten Hälfte hat uns sehr viel gefehlt", erklärte der Dortmunder Sportdirekter im Gespräch mit dem "kicker". Exemplarisch hob er zwei entscheidende Dinge heraus. An erster Stelle die Zweikampfführung. Wiederholt hatten die Borussen im Duell mit ihrem Gegenüber alt ausgesehen.

Allen voran Thomas Meunier verlor beinahe jedes zweite Duell, ließ sich ein ums andere Mal düpieren. Aber auch seine Kollegen waren lange nicht in jeder Situation auf der Höhe.

Punkt zwei war laut Zorc die beim BVB bereits vielfach diskutierte Leidenschaft. Nicht nur dem Sportdirektor fehlte das Feuer, das Gegenhalten in den entscheidenden Momenten, auch Lucien Favre hatte kurz nach Abpfiff von fehlendem "Kampf" gesprochen und zeigte sich enttäuscht, dass die Primärtugenden des Fußballs fehlten.

Derby gegen den FC Schalke 04: BVB muss sich "anders präsentieren"

"Und das im ersten Champions-League-Spiel der Saison", konnte Zorc seinen Unmut nicht verbergen. Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, designierter Nachfolger von Zorc, stieß in die gleiche Kerbe, nannte das Spiel des BVB "desolat" und blickte bereits voller Sorge auf das Revierderby, das am kommenden Samstag (18:30 Uhr) ansteht. 

"In diesem Spiel wird uns ein ganz anderer Fight erwarten, weil Schalke noch einmal mit einer anderen Emotionalität aufs Feld gehen wird", warnte Kehl die Dortmund-Stars im Wissen, dass die sportlich arg wankenden Königsblauen, die seit 20 Spielen ohne Erfolg sind, definitiv über den Kampf in die Partie kommen wollen. 

"Wir müssen uns ganz anders präsentieren. Sonst werden die nächsten Wochen sehr hart für uns", schloss Kehl, der als ehemaliger BVB-Kapitän am besten weiß, welche Rolle Leidenschaft und passende Mentalität im Derby spielen.

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