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Ulreich beflügelt die Aufstiegsträume des HSV

18.10.2020 12:19
Sven Ulreich feierte ein starkes HSV-Debüt
© Sportfoto Zink / Wolfgang Zink via www.imago-image
Sven Ulreich feierte ein starkes HSV-Debüt

Drei Spiele, drei Siege: Der Hamburger SV ist das einzig verlustpunktfreie Team der 2. Liga. Torhüter Sven Ulreich erlebte einen Einstand nach Maß und beflügelt die Aufstiegsträume der Hanseaten.

Der hart erkämpfte Dreier in Fürth, der historische Sieg-Hattrick zum Saisonstart - und vor allem das perfekte persönliche Debüt: Besser hätte der Einstand für Sven Ulreich beim Hamburger SV kaum laufen können.

"Im ersten Spiel direkt ohne Gegentor zu bleiben, ist immer schön", sagte der Star-Neuzugang vom FC Bayern nach dem glücklichen 1:0 (1:0) bei der SpVgg Greuther Fürth, zu dem er mit zahlreichen Paraden maßgeblich beigetragen hatte: "Ein paar Spiele brauche ich noch, um die kleinen Unsicherheiten abzustellen."

Besonnen, unaufgeregt, abgeklärt - Triple-Gewinner Ulreich strahlte bei seinem ersten Einsatz für den HSV nicht bloß am "Sky"-Mikrofon jene Ruhe und Sicherheit aus, nach der sie sich an der Elbe lange gesehnt hatten. 20 Mal schossen die Fürther, die nach der Roten Karte gegen Toni Leistner (53.) fast die gesamte zweite Halbzeit in Überzahl spielten, aufs Hamburger Tor - doch Ulreich war nicht zu bezwingen.

HSV stellt Bestmarke ein

Dem HSV gelang mit Ulreich nicht bloß das erste Saisonspiel ohne Gegentor, dank des Treffers von Khaled Narey (45.+3) wurde sogar eine Uralt-Bestmarke eingestellt: Drei Siege in den ersten drei Spielen - das gab es für den tief gefallenen Klub zuletzt vor 46 Jahren.

"Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie nach dem Platzverweis verteidigt und sich reingehängt hat", sagte HSV-Trainer Daniel Thioune: "In Unterzahl in Fürth zu bestehen, ist eine Riesen-Herausforderung."

Unglücksrabe aufseiten der Norddeutschen war einmal mehr Neuzugang Leistner, der Ersatzkapitän erlebt an der Elbe weiter Wochen zum Vergessen. Im zweiten Spiel mit der Raute auf der Brust kassierte er in Fürth die zweite Sperre. "Es ist keine leichte Zeit für Toni. Die Mannschaft muss ihn auffangen", sagte Thioune.

Leistners Ausraster nach dem Pokalspiel in Dresden, als er einem Fan auf der Tribüne an den Kragen gegangen war, folgte in Fürth ein Platzverweis auf dem Feld: Rote Karte nach einer Notbremse. Leistner, gerade erst auf den Platz zurückgekehrt, wird dem Team erneut fehlen.

"Hoffentlich ist das nicht mein normaler Spielrhythmus für die Saison", schrieb der Innenverteidiger hinterher mit einem Smiley versehen bei Instagram. Zumindest seinen Humor hat Leistner nicht verloren. Wohl auch, weil Kollege Ulreich ein deutlich besseres Ligadebüt für den HSV feierte als er.

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