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"Eine sehr gründlich durchdachte Entscheidung"

Wolff verrät: W12 schon seit "langer Zeit" im Fokus

18.10.2020 12:41
Toto Wolff und die Silberpfeile sind seit Jahren (fast) nicht zu schlagen
© Steven Tee via www.imago-images.de
Toto Wolff und die Silberpfeile sind seit Jahren (fast) nicht zu schlagen

Mercedes wird auch im Jahr 2020 beide WM-Titel der Formel 1 einheimsen. Zum siebten Mal in Folge stellen die Silberpfeile nicht nur den besten Fahrer, sondern auch das beste Auto. Toto Wolff hat der Konkurrenz nun die Hoffnung genommen, dass der Serien-Weltmeister im kommenden Jahr nachlassen könnte.

Während Red Bull, Ferrari und Co. weiterhin Energie und Zeit in ihre aktuellen Boliden investieren, um den Rückstand auf den Branchenprimus einigermaßen aufzuholen und sich gegen die Konkurrenz zu verteidigen, widmet sich Mercedes schon längst der Saison 2021. Schon "vor langer Zeit" habe das Team seinen Fokus auf das nächste Jahr gerichtet, erklärte Teamchef Toto Wolff.

"Es war eine sehr gründlich durchdachte Entscheidung, weil du das Buch nicht in jeder Saison schnell schließen kannst", ließ Wolff durchblicken, dass Mercedes hinter den Kulissen schon früh davon ausging, die Saison 2020 auch mit einem nicht weiter entwickelten W11 zu dominieren.

Die Kehrseite der Medaille: Stoppt Mercedes die Entwicklung des aktuellen Autos, besteht die Gefahr, dass die anderen Teams aufholen. Genau das ist laut Wolff auch der Fall.

Wolff: Deswegen kommt die Konkurrenz im Laufe der Saison näher

"Die Regeln für das nächste Jahr ändern sich schon sehr, deswegen haben wir entschieden, uns schon früh auf das Auto für die nächste Saison zu fokussieren", so Wolff, der die Auswirkungen dieser Strategie wie folgt beschreibt: "Aus diesem Grund verschieben sich die Verhältnisse zwischen den Teams. Wir haben immer einen guten Start, ab Mitte der Saison kommt dann aber das Team, das seinen Wagen entwickelt, immer stärker auf."

Diese Entwicklung könne man vor allem bei Red Bull gut beobachten, ergänzte der Motorsport-Chef: "Sie werden am Ende der Weltmeisterschaft immer stärker." Mercedes setze dagegen auf eine ausbalancierte Strategie: "Und einiges davon wirkt sich auf die Resultate aus."

Sich schon frühzeitig auf die Entwicklung eines neuen Wagens zu konzentrieren, birgt laut Wolff auch jetzt noch das Risiko, von der Konkurrenz überholt zu werden. "Deswegen müssen wir weiter wachsam sein und einfach damit leben, dass wir in den letzten Rennen mehr Konkurrenz bekommen."

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