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Auger-Aliassime erneut kein Problem für die deutsche Nummer 1

Im Video: So holte Zverev in Köln seinen 12. Turniersieg

18.10.2020 15:53

20-12-3: In seinem 20. Finale auf der ATP-Tour sicherte sich Alexander Zverev seinen 12. Turniersieg. In Köln triumphierte er zum dritten Mal in Deutschland - und die Chance auf den vierten Heimsieg wartet schon.

Mit einer reifen Leistung hat Alexander Zverev im 20. Finale seiner Karriere seinen zwölften Titel auf der ATP-Tour gewonnen. Deutschlands bester Tennisspieler ließ im Endspiel gegen das kanadische Top-Talent Felix Auger-Aliassime (20) nie Zweifel an seinem Sieg aufkommen. Zverev setzte sich mit 6:3, 6:3 durch und sicherte sich damit seinen dritten Heimsieg nach den Erfolgen in München 2017 und 2018.

Die Chance auf den vierten bekommt der 23-Jährige bereits in der kommenden Woche. Beim zweiten Event des ATP-Doppelschlags in Köln ist Zverev erneut an Position eins gesetzt. Zwar ist das Teilnehmerfeld hochklassiger besetzt, der Favorit auf den zweiten Titel kann nach dieser Woche aber nur Alexander Zverev heißen. "Ich freue mich auf nächste Woche, ich habe große Lust darauf", sagte Zverev im "WDR": "Ich werde mich jetzt ein bisschen pflegen lassen, und dann geht es weiter."

Der US-Open-Finalist war noch nicht oft in der Situation, der erfahrenere Spieler in einem Finale zu sein. Um genau zu sein, war er es ein Mal in 19 Endspielen auf der Profitour: 2018 schlug er in Washington den Australier Alex de Minaur. Gegen den 20 Jahre alten Auger-Aliassime ging er daher als Favorit in die Partie - im Hinterkopf hatte er zwei klare Siege über den talentierten Kanadier und die schmerzhafte Niederlage im Finale von New York gegen Dominic Thiem aus Österreich.

Erfolg gegen Auger-Aliassime kaum in Gefahr

Vier Wochen liegt das bislang größte Match in Zverevs Karriere zurück, sogar in manchen Träumen verfolgen ihn die vergebenen Chancen auf den ersten Grand-Slam-Titel noch, gab Zverev in Köln zu. Der Heimsieg ohne Heimvorteil - in der Lanxess-Arena waren wegen der sich rasant ausbreitenden Corona-Pandemie keine Zuschauer zugelassen - ist kein Ersatz, aber die Bestätigung, dass Zverev längst zum gehobenen Kreis der Weltklasse gehört.

Häufiger als der gebürtige Hamburger haben aus Deutschland nur Boris Becker (49), Michael Stich (18) und Tommy Haas (15) auf der ATP-Tour triumphiert. "Man darf nie vergessen, was Alexander schon alles erreicht hat in jungen Jahren", sagte Haas im "WDR": "Er macht zu 99 Prozent alles richtig. Wir können froh sein, dass wir so einen Topspieler haben."

Im fünften Jahr nacheinander gewann Zverev nun ein Turnier bei den Profis, eine stolze Serie, die gegen Auger-Aliassime kaum in Gefahr geriet. Wie in den drei Runden zuvor servierte Zverev stark und setzte Auger-Aliassime damit bei dessen Aufschlag sofort unter Druck. Drei Breaks im ersten Satz zeugten von seiner Überlegenheit, da konnte er auch die beiden Doppelfehler zum unnötigen Aufschlagverlust bei 5:2 verschmerzen.

"Come oooon", schrie Zverev durch die leere Arena, in der vor Corona die Kölner Haie Eishockeyspiele vor bis zu 18.000 Zuschauern absolviert hatten. Es klang wie die Aufforderung an sich selbst, jetzt ja nicht die Konzentration zu verlieren. Das Break zum 4:2 - die Vorentscheidung - zeugte von Zverevs reifer Leistung.

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