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BVB-Boss warnt vor Bundesliga-Unterbrechung

Watzke schlägt Alarm: "... dann könnten die Lichter ausgehen"

17.10.2020 13:05
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke warnte vor einem erneuten Lockdown
© Thomas Bielefeld via www.imago-images.de
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke warnte vor einem erneuten Lockdown

Bereits am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga mussten viele Klubs ihr Zuschauerkontingent aufgrund der aktuellen Entwicklung in der Corona-Pandemie erheblich reduzieren. Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schlägt Alarm.

"Sollte es noch mal eine große Unterbrechung geben, dann könnten bei manch einem die Lichter ausgehen", warnte Watze gegenüber der "Bild"-Zeitung vor einem erneuten Lockdown.

Es sei klar, dass es in dieser Form wirtschaftlich nicht mehr ewig gut gehen kann. "Bezogen auf den Fußball denke ich, dass wir diese Saison hinbekommen", mutmaßte der 61-jährige Geschäftsführer und ergänzte: "Zumindest der große Teil der Vereine, wenn es denn keine Unterbrechungen mehr gibt."

Auch Michael Preetz, Manager vom Hauptstadtklub Hertha BSC, erwartet bei einem Bundesliga-Abbruch ein ähnlich düsteres Szenario. "Das wissen wir alle: Wenn die Saison nicht zu Ende gespielt werden könnte, wären das für alle existenzielle Probleme", zitiert das Boulevardblatt den 53-Jährigen.

Auch die TV-Gelder werden wohl gekürzt

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München betonte zuletzt, dass er davon ausgeht, dass jeder Klub in ganz Europa zwischen 50 und 200 Millionen Euro durch fehlende Zuschauer verliert, beim deutschen Rekordmeister wären es um die 100 Millionen Euro. "Wie lange das ein Fußball-Klub aushält, das kann man sich an fünf Fingern abzählen", betonte der 65-Jährige gegenüber der "BamS".

Laut der DFL machen die Bundesliga-Klubs in einer normalen Saison allein mit dem Ticket-Verkauf 500 Millionen Euro Umsatz.


Mehr dazu: Streich rechnet mit Bundesliga-Unterbrechung


Dabei sind nicht nur die fehlenden Zuschauer-Einnahmen ein Problem. Auch bei TV-Geldern müssen die Bundesligisten Abstriche machen, da die DFL weniger Geld aus der Auslandsvermarktung generieren kann.

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