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BBL-Boss Holz erwartet "harten Winter"

15.10.2020 17:29
Stefan Holz sorgt sich um die Zukunft der BBL
© via www.imago-images.de
Stefan Holz sorgt sich um die Zukunft der BBL

Die Basketball-Bundesliga (BBL) bereitet sich rund drei Wochen vor Beginn auf eine schwierige Saison vor.

"Das wird ein harter Winter für unsere Liga. Wir brauchen die Zuschauereinnahmen. Wenn wir die nicht haben, müssen die Staatshilfen fließen. Die stehen zur Verfügung, aber sie müssen dann auch fließen", sagte Geschäftsführer Stefan Holz bei einer virtuellen Pressekonferenz am Donnerstag.

800.000 Euro stehen bedürftigen Vereinen aus dem 200-Millionen-Euro-Konjunkturpaket der Bundesregierung für den Sport zu, die Corona-Hilfen können noch bis Ende Oktober angemeldet werden. "Die deutliche Mehrheit der Klubs wird das beantragen", sagte Holz.

Die 18 Klubs der Bundesliga, so der Liga-CEO, müssen derweil sparen und haben mit einem Gesamtbudget von 100 Millionen Euro Budget geplant, im Vorjahr waren es bei 17 Vereinen 130 Millionen. "Das ist schon ein massiver Einschlag", sagte Holz: "Das ist eine BBL wie vor sechs, sieben, acht Jahren."

Eine schnelle und komplette Fan-Rückkehr als Einnahmequelle ist zum Bundesliga-Start am 6. November in der aktuellen Lage utopisch. "An sich müssten wir rausgehen und sagen: Wir brauchen wirtschaftlich 40 oder 50 Prozent Auslastung. Aber da sind die Zeiten nicht danach", sagte Holz.

Am kommenden Wochenende steht der Auftakt der Gruppenphase im BBL-Pokal in den Städten Vechta, Weißenfels und Bonn an. Während in Weißenfels 1250 Zuschauer zugelassen sind, wird es an den anderen beiden Standorten wegen der hohen Infektionszahlen vor Ort Geisterspiele geben.

Vergleichbare Situationen sind für den gesamten Saisonverlauf zu erwarten. "Wir werden uns mit der Situation arrangieren", so Holz: "Das große Thema dieser Saison wird Flexibilität sein müssen." Vor Spielabsagen wegen Corona oder einem etwaigen Abbruch der Spielzeit fürchtet er sich noch nicht: "Es wird Einschläge geben. Dann verschieben wir die Spiele und managen das. Wir sind da relativ gelassen."

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