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"Ich freue mich": Zverev steht im Finale von Köln

17.10.2020 16:22
Alexander Zverev steht im Finale von Köln
© Elmar Kremser/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Alexander Zverev steht im Finale von Köln

Alexander Zverev steht im Finale des ATP-Turniers in Köln. Mit Alejandro Davidovich Fokina lieferte sich der 23-Jährige einen knappen Schlagabtausch.

Alexander Zverev ist es ziemlich egal, wer im Endspiel von Köln sein Gegner sein wird. "Ich stehe im Finale bei einem deutschen Turnier, und da möchte ich natürlich auch der Gewinner sein", sagte Deutschlands Topspieler nach dem 7:5, 7:6 (7:3) im Halbfinale gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina.

Und eben deshalb spielt es für Zverev keine Rolle, gegen wen er am Sonntag (14.00 Uhr) in der Lamxess-Arena ran muss. Roberto Bautista Agut (Spanien/Nr. 2) und Felix Auger-Aliassime (Kanada/Nr. 3) ermitteln den zweiten Finalisten, Zverev gibt sich selbstbewusst: "Ich habe gegen beide positive Bilanzen." Und er hat seinen zwölften Turniersieg auf der ATP Tour fest im Blick.

Im Halbfinale sah sich Zverev mit einem Gegner konfrontiert, der offenbar fest entschlossen war, dem Turnierfavoriten das Leben schwer zu machen. Davidovich Fokina spielte aggressiv und wagte sich immer wieder ans Netz vor, darauf stellte sich Zverev jedoch schnell ein und ging seinerseits in die Offensive. Vor allem das Aufschlagspiel des Weltranglistensiebten überzeugte. Allein im ersten Satz schlug Zverev sieben Asse.

Sein insgesamt dritter Matchball brachte dem Weltranglistensiebten schließlich den Sieg. Im Tiebreak hatte sich Davidovich Fokina beim Stand von 3:1 am Zeigefinger der Schlaghand verletzt und war dadurch sichtlich beeinträchtigt. Die Behandlungspause war bereits die dritte Unterbrechung: Bereits nach ein paar Minuten hatte sich das Netz gelöst und musste neu angebracht werden, zudem wurde der Spanier schon im ersten Satz am Fuß behandelt.

Unterbrechung kein Problem

Für Zverev waren die Unterbrechungen aber kein Problem. "Ein Tennis-Match kann lang werden, und es kann viel passieren. Damit muss man natürlich zurechtkommen", sagte er: "Es ist letztendlich wichtig, einen Weg zu finden, um das Match zu beenden."

Und das vorerst weiterhin ohne die Unterstützung von Zuschauern. Vor dem Halbfinale hatte Turnierveranstalter Edwin Weindorfer verkündet, dass auch beim zweiten ATP-Turnier in der kommenden Woche keine Zuschauer in der Kölner Lanxess-Arena zugelassen sein werden. "Wir haben bereits alle Tickets zurückerstattet", sagte Weindorfer: "Dass wir ohne Fans spielen, ist natürlich blöd. Aber wir wollen auch, dass die Turniere in Köln sicher sind."

Für Abwechslung sorgt auch deswegen seit Donnerstag eine Live-Band, die in den Pausen während der Matches spielt. "Das sind so Dinge, mit denen wir versuchen, den Geisterspiel-Charakter zu minimieren", sagte Weindorfer: "Dazu haben wir auch schon positives Feedback von den Spielern."

Auch von Zverev, der die Band in der kommenden Woche wohl am liebsten noch ein paar Mal live auf dem Platz hören würde. Denn auch beim zweiten Turnier des ATP-Doppelpacks ist er ab Montag wieder an Nummer eins gesetzt.

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