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Motorenpartner will in Übergangsphase unterstützen

Honda bietet Red Bull auch nach 2021 Hilfe an

06.10.2020 13:33
Yamamoto ist es ein persönliches Anliegen, Red Bull auch in Zukunft zu helfen
© MST
Yamamoto ist es ein persönliches Anliegen, Red Bull auch in Zukunft zu helfen

Noch ist unklar, wie es für Red Bull nach dem Ausstieg von Motorenpartner Honda zum Ende der Formel-1-Saison 2021 weitergeht. Intern werden alle Möglichkeiten abgewogen. Diese reichen von einer Rückkehr zu Renault bis hin zu der Option, ein eigenes Motorenprogramm aufzusetzen, wie es zuletzt Ralf Schumacher anregte.

Dafür stünde Honda als (Noch-)Partner beratend zur Seite, wie Masashi Yamamoto, Formel-1-Geschäftsführer von Honda, im Gespräch mit "The Race" andeutet: "Honda ist gerne bereit, mit ihnen zu sprechen, wenn sie uns in irgendeiner Weise brauchen, nicht nur über die Power-Unit, sondern auch über andere Dinge."

Dem japanischen Hersteller ist sehr daran gelegen, seinen Ausstieg so schmerzlos wie möglich gestalten: "Um AlphaTauri und Red Bull für ihr Programm nach 2021 in irgendeiner Weise zu unterstützen, sind wir gerne zur Zusammenarbeit bereit."

Yamamoto: "Bin bereit, mit Japan zu sprechen"

Diese könnte sich wie folgt gestalten: Red Bull übernimmt einen Teil des geistigen Eigentums von Honda und legt ein Fortführungsprogramm für seine Motoren auf, möglicherweise mit zusätzlicher technischer Unterstützung durch einen anderen Partner. Das setzt ein erhebliches Engagement von Red Bull und die Zustimmung aller Parteien voraus.

Yamamoto zeigt sich für diese Idee offen. "Als Honda hatten wir so viele Dinge von den Teams, deshalb wollen wir es irgendwie auf eine schöne Art und Weise für die Zukunft zurückgeben", sagt er. Für ein mögliches Fortsetzungsprojekt mit Hondas Technologie würde er sich stark machen: "Wenn eine solche Bitte vom Team gestellt wird, bin ich bereit, mit Japan zu sprechen."

Red Bull war erst zu Beginn der Saison 2019 auf Honda-Motoren umgestiegen, nachdem das damalige Juniorteam Toro Rosso bereits das Jahr zuvor mit dem neuen Partner zusammengearbeitet hatte. Beide Teams konnten in der Zwischenzeit Siege verzeichnen.

2021 stehen die Zeichen klar auf Titelmission

Damit endete auch für Honda eine lange Durststrecke nach drei erfolglosen Jahren mit McLaren. Er ist damit der einzige Hersteller, der in der V6-Turbo-Hybrid-Ära mit zwei Teams siegreich war. In der vorerst letzten Formel-1-Saison 2021 will man die Kooperation mit Red Bull natürlich am liebsten mit einem Titel krönen.

Zu diesem Zweck hat Honda versprochen, für das nächste Jahr einen neuen Motor zu entwickeln, ohne sein Engagement zu schmälern. "Wir müssen in diesem Jahr noch sieben weitere Rennen bestreiten und wir haben verschiedene Dinge, die wir auch im nächsten Jahr versuchen wollen", blickt Yamamoto voraus.

"Nächstes Jahr werden wir versuchen, um die Meisterschaft zu kämpfen und ein gutes Ende für unsere Geschichte zu finden. Wir werden keine Leute von unserem Projekt abbauen, sondern uns weiter entwickeln. Und wir werden die größten Anstrengungen unternehmen, um so viel wie möglich zu gewinnen. Wir werden einfach bis zum Ende weitermachen."

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