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Für dritten Kampf gegen Fury

Mayweather bietet Ex-Champ Wilder seine Hilfe an

02.10.2020 10:22
Floyd Mayweather will Deontay Wilder unter die Arme greifen
© JOEL MARKLUND via www.imago-images.de
Floyd Mayweather will Deontay Wilder unter die Arme greifen

Deontay Wilder hielt sich für den besten Schwergewichtler auf Erden. Bis ihn Tyson Fury im Februar sieben Runden lang nach Belieben verdrosch und als WBC-Champion entthronte. Für den Revanchekampf Ende des Jahres bekommt Wilder jetzt Hilfe angeboten – vom wohl besten Boxer der vergangenen Jahrzehnte.

Kein geringerer als Floyd Mayweather bringt sich ins Spiel, um Wilder für sein drittes Duell mit Fury boxerisch auf Vordermann zu bringen.

"Wilder hat Bomben in den Fäusten, aber wir können seine (boxerischen, die Red.) Fähigkeiten noch deutlich verbessern. Ich bin da, um Kämpfern zu helfen, sogar Wilder", sagte der 43-Jährige in der Youtube-Show "Club Shay Shay".

"Ich bin da, er muss mich nur wissen lassen, was er will und wir können es machen", so Mayweather.

Fury nutzte Wilders Schwächen gnadenlos aus

Wilder schaffte es als vernichtender K.o.-Schläger zu Weltmeister-Ehren im Schwergewicht, gewann 41 seiner 44. Profi-Kämpfe durch K.o. Außer einer hammerharten rechten Kelle hat der "Bronze Bomber" aber nicht sonderlich viel im Repertoire.

Technisch offenbarte Wilder in seinen zwölf WM-Kämpfen seit 2015 große Schwächen, auch defensiv war der 2,01 Meter große Amerikaner stets anfällig.

Fury nutzte Wilders Defizite gekonnt aus. Bei ihrem ersten Ring-Rendezvous Ende 2018 in Los Angeles boxte der "Gypsy King" den K.o.-Fachmann teils mühelos aus. Weil die Punktrichter aber Maulwurfs-Augen hatten und Wilder den Briten einmal doch richtig erwischte, stand nach 12 Runden ein dubioses Remis.

Im Februar überrumpelte ein ungewohnt offensiver Fury seinen Rivalen im MGM Grand von Las Vegas dann und vermöbelte Wilder nach Strich und Faden. In der 7. Runde warf die Ecke des US-Boys das Handtuch – Technischer K.o.

Showtime im Dezember

Das dritte Gefecht zwischen Fury und Wilder war bislang für den 19. Dezember geplant. Promoter Bob Arum kündigte jüngst aber an, den Kampftermin auf Anfang Dezember vorzuverlegen. Am 19. Dezember steht in den USA ein Football-Marathon an, der den Boxern die Show stehlen würde.

Vielleicht findet Teil 3 ja am 12. Dezember statt. Dann verteidigt Konkurrenz-Weltmeister Anthony Joshua in London seine Schwergewichts-Titel von WBA, WBO und IBF gegen den Bulgaren Kubrat Pulev. Möglich, dass Fury und Wilder in Las Vegas zeitversetzt um den WBC-Gürtel kämpfen.

Wilder hat schon einen echten Kenner in der Ecke

Ob Mayweather seinen Landsmann Wilder wirklich um Klassen besser machen kann, ist fraglich. Zwar galt "Money" bis zu seinem (endgültigen?) Rücktritt 2017 als bester Boxer der Welt, der nahezu alle Kniffe und Facetten der "Sweet Science" beherrscht.

Aber: Mit Mark Breland hat(te) Wilder schon einen hochdekorierten Coach in der Ecke. Der 57-Jährige zählt zu den besten Amateur-Boxern der US-Geschichte, war als Profi wie Mayweather Weltmeister im Weltergewicht.

Breland – obwohl neben Jay Deas nur Wilders Co-Trainer – war es auch, der gegen Fury das Handtuch warf, um den blutenden "Bomber" vor noch mehr Prügel zu bewahren. Eine Entscheidung, die Wilder hinterher (im Gegensatz zu vielen Experten) scharf kritisierte.

Trotz der ungewollten Kapitulation kündigte der K.o.-Knipser an, weiter auf die Dienste von Breland zu vertrauen. Mal sehen, ob die Mayweather-Offerte daran etwas ändert.

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