Anzeige

Noch immer keine Einigung mit Bilbao

Nächste Bayern-Kehrtwende bei Javi Martínez?

03.10.2020 11:07
Lässt der FC Bayern Javi Martínez ablösefrei ziehen?
© Philippe Ruiz via www.imago-images.de
Lässt der FC Bayern Javi Martínez ablösefrei ziehen?

Eigentlich war der Abschied von Javi Martínez vom FC Bayern nur eine Frage von Tagen. Der Transfer des Spaniers zurück nach Bilbao geriet dann allerdings ins Stocken. Mittlerweile ist - neben einem Verbleib - überraschenderweise auch ein ablösefreier Wechsel ein Thema.

Laut "Sky"-Reporter Max Bielefeld haben die Verantwortlichen des deutschen Serienmeisters umgedacht, nachdem bislang von einer Ablösesumme von etwa zehn Millionen Euro die Rede war. "Unsere Informationen sind, dass der FC Bayern nun doch eher gewillt ist, Martínez ablösefrei ziehen zu lassen", sagte der Transferexperte am Freitagabend.

Auch zum Kreis der Interessenten verriet Bielefeld weitere Details. "Das heißt natürlich auch, dass Athletic Bilbao wieder reinkommen kann. Die Spanier wollten ja keine Ablöse zahlen. Aber uns wurde auch gesagt, dass das Angebot aus Saudi-Arabien von Al-Nasr wieder heiß ist. Dieses liegt zwar unter dem ehemaligen Angebot, das sie vor ein paar Wochen gemacht haben. Aber es ist immer noch sehr lukrativ."

In den letzten Tagen waren immer wieder neue Zweifel am Transfer des Routiniers aufgekommen. Sowohl "Sky" als auch "Spox" und "Goal" berichteten, dass der Deal an diversen Faktoren hakt. Auch der "kicker" schrieb noch zu Beginn der Woche, dass die Rückkehr des 32-Jährigen nach Spanien alles andere als sicher ist.

Allerdings soll nicht etwa die Ablöse oder die Vertragslaufzeit das größte Problem sein, sondern das Gehalt. Offenbar verlangt Martínez ein höheres Salär, als Bilbao bereit zu zahlen ist. Um welche Summen es genau geht, ist nicht bekannt.

Bleibt Martínez am Ende doch beim FC Bayern?

Wohl kein Streitpunkt ist die Vertragslaufzeit. Laut "kicker" ist der spanische Erstligist bereit, Martínez den von ihm verlangten Dreijahresvertrag vorzulegen. Auch die Ablöse soll bislang eigentlich keine Hürde gewesen, an der ein Transfer scheitern würde. Sollte der FC Bayern nun tatsächlich von der bisher kolportierten Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro absehen, könnte Bilbao das gesparte Geld in das Gehalt von Martínez investieren.

Ob Martínez nun doch noch in München bleibt und seinen bis 2021 laufenden Vertrag bis zum Schluss erfüllt, könnte auch davon abhängen, ob der Spanier womöglich Lust auf ein "Fußball-Abenteuer" hat. Angeblich sind auch Klubs aus Saudi-Arabien und China am 32-Jährigen interessiert.

Auch ein Umdenken in der Münchner Chefetage ist nach den jüngsten Entwicklungen auf dem Transfermarkt nicht gänzlich auszuschließen. Der Kader des Rekordmeisters ist mit Blick auf das Mammutprogramm der nächsten Monate schließlich alles andere als breit besetzt.

Hansi Flick forderte in den vergangenen Tagen und Wochen nicht umsonst Neuverpflichtungen. Er befinde sich diesbezüglich mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic "im Austausch", sagte der Trainer nach der Niederlage gegen die TSG Hoffenheim.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bundesliga Bundesliga
Anzeige
Anzeige