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Stimmen zum 2. Bundesliga-Spieltag

Flick: "Es gab vielerlei Gründe für die Niederlage"

27.09.2020 19:22
Erste Niederlage seit Monaten für Hansi Flick und den FC Bayern
© Frey-Pressebild/Deines via www.imago-images.de
Erste Niederlage seit Monaten für Hansi Flick und den FC Bayern

Gladbach patzt gegen Union Berlin, der BVB verliert beim FC Augsburg, der FC Schalke 04 gegen Werder Bremen - und sogar der FC Bayern München steckt nach zehn Monaten mal wieder eine Niederlage ein. Die Stimmen zu den Partien am 2. Spieltag der Fußball-Bundesliga.

SC Freiburg - VfL Wolfsburg 1:1

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich bin zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis. Aufgrund der Möglichkeiten müssen wir mindestens ein zweites Tor machen. Wir haben es nach vorne gut ausgespielt. Wir hatten Spiele, wie letzte Woche in Stuttgart, wo wir Glück hatten. Heute war das leider nicht der Fall. Ich kann mit einem Punkt gegen Wolfsburg leben. Aber es war mehr drin."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin heute sehr glücklich mit dem Punkt und sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft dafür gefightet hat. In der zweiten Halbzeit hatten wir 20, 25 Minuten große Probleme, da hat Freiburg richtig Druck gemacht hat. Pavao Pervan hat uns in dieser Phase mehrfach gerettet. Wir haben acht neue Spieler gebracht. Wir haben noch nie in dieser Formation zusammen gespielt oder trainiert. Deshalb muss man mit dem Punkt zufrieden sein."

TSG Hoffenheim - FC Bayern München 4:1

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Der Sieg bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt muss es darum gehen, den Sieg beim nächsten Spiel in Frankfurt zu veredeln. Wichtig ist, dass wir cool bleiben. Wir sind in einem Prozess."


Mehr dazu: Noten und Einzelkritik zur Pleite des FC Bayern


Hansi Flick (Trainer FC Bayern München): "Es gab vielerlei Gründe für die Niederlage. Aber von der Einsatzbereitschaft und dem Willen her, kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Die Mentalität nach den 120 Minuten von Donnerstag war top. Wir haken das Spiel jetzt ab."

Schalke 04 - Werder Bremen 1:3

David Wagner (Trainer FC Schalke 04) ...

... zum Spiel bei "Sky": "Es ist enttäuschend. Insbesondere die erste Halbzeit war ein Kampfspiel mit relativ wenig Fußball. Da hatten wir uns mehr vorgenommen und bekommen zwei Standardsituationen, die wir nicht gut verteidigen. Das war nicht gut, keine Frage. In der zweiten Halbzeit war es besser, wir haben die Chancen zum 2:1 und 2:2, die wir nicht nutzen."

... zur Spuck-Aktion von Kabak: "Es sieht auf jeden Fall unschön aus, aber ich kenne Ozan. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass das keine Absicht war. Ich weiß, es sieht aus, als wäre es Absicht, aber ich kenne Ozan. Das ist ein unglückliches Bild. Aber Ozan ist keiner, der jemanden absichtlich anspuckt. Ich werde erstmal mit ihm sprechen."

... zur Schalker Krise: "Jedes neue Spiel ist eine Möglichkeit. Wir können jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken, wir müssen stehen. In der zweiten Halbzeit konnte man sehen, dass die Mannschaft noch zusammen ist. Ich lasse auch auf den Charakter dieser Gruppe nichts kommen. Sie wollten, konnten es aber nicht umsetzen."

... über Verständnis für eine mögliche Entlassung: "Das sind Gedankengänge, die der Verein zu tragen hat. Ich weiß, dass man im Leistungssport Resultate liefern muss und die liefern nicht. Das ist Fakt. Ich bin jetzt dabei, das Spiel zu verarbeiten. Dementsprechend erübrigt sich das, womit ich rechne."

... über Zweifel an seiner Arbeit: "Es ist immer die Frage, bist du Teil der Lösung oder Teil des Problems. Ich bin der Überzeugung, ich kann Teil der Lösung sein. Wenn ich sehe, wie die Mannschaft im Training arbeitet und wie sie zusammenbleibt, dann gibt mir das Mut für den FC Schalke 04."

... zu Verstärkungen im Kader (vor dem Spiel): "Die Optionen sind nicht vielfältig. Jeder weiß, wie der Transfermarkt ist. Es geht darum, die Situation anzunehmen."

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zur Leistung bei Abendspielen bei "Sky": "Ich habe den Lösungsansatz mitgekriegt. Ich werde jetzt auch bei 15.30-Uhr-Spielen das Flutlicht anmachen, um Atmosphäre zu erzeugen. Es war heute kein Spiel mit viel Kombinationsfußball, aber wir wollten schnell hinter die Schalker Kette. Das haben die Jungs überragend gemacht heute. Dementsprechend war es ein verdienter Sieg. Jeder hat gesehen, was der Maßstab sein muss, damit wir Bundesliga-Spiele gewinnen können."

... zur Rückkehr von Füllkrug in die Startelf: "Es war ganz ehrlich Bauchgefühl. Er hatte eine gute Trainingswoche. Man hat es ja dann gesehen, in der 70. Minute ist er dann auch raus auf Wunsch. Wir müssen mit ihm vorsichtig sein nach der langen Pause. Na gut, dann macht er drei Tore - man muss auch mal Glück haben im Leben."

... zur Spuck-Aktion von Kabak: "Es ist eine sehr angespannte Situation auf Schalke, aber das ist natürlich ein absolutes Unding, was nicht auf den Fußballplatz gehört. Wenn man das gesehen hätte, hätte man keine Sekunde darüber nachdenken müssen, was passiert. Es ist eine glasklare Rote Karte."

... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): "Wir müssen einen Weg bestreiten. Nach den Abgängen von vielen verdienten Spielern in den letzten Jahren sind wir natürlich auf der Suche nach einer Achse. Ich bin ein Trainer, der gerne sechs bis acht Spieler hat, die eine Achse bilden. Für diesen Weg haben wir uns vor der Saison entschieden."

Jochen Schneider (Vorstand Sport und Kommunikation FC Schalke 04) ...

... zur Frage nach möglichen Konsequenzen (vor dem Spiel): "Das werden wir sehen. Es geht darum, dass die Mannschaft ein Ergebnis einfährt. Wir haben eine lange Durststrecke hinter uns. David und ich haben ein ganz offenes, vertrauensvolles Verhältnis. Das ist alles okay."

... zu möglichen Verstärkungen (vor dem Spiel): "Wir haben gewisse wirtschaftliche Zwänge. Dem müssen wir uns fügen. Es ist kein Wunschkonzert. Es gibt kein Jammern. In Summe haben wir einen richtig guten Kader. Mit den verliehenen Spielern, die zurückkamen, haben wir viel Qualität dazu gewonnen. Das Transferfenster ist noch ein bisschen offen. Es kommt immer auf die Gelegenheiten an."

Vedad Ibisevic (FC Schalke 04) ...

... zur Niederlage bei "Sky": "Schwer zu erklären, wir haben uns viel vorgenommen. In der ersten Halbzeit ist es schlecht gelaufen, wir haben in so einem wichtigen Spiel zu einfach die Tore kassiert. Wir haben versucht, in der zweiten Halbzeit zurückzukommen, aber hat nicht gereicht. Bei so einem Spiel war es wichtig, bei Standardsituationen an den Leuten dran zu bleiben. Das haben wir heute nicht gemacht und da wurden wir knallhart bestraft."

... zur Schalker Krise: "Ich glaube, wir sind alle in einer sehr schwierigen Situation. Das ist uns Spielern bewusst, aber es wird nicht einfacher. Wir müssen uns selber rausziehen und das schaffen wir nur zusammen. Wir müssen die Fehler korrigieren."

... zur Zukunft von David Wagner: "Wir beschäftigen uns nicht mit dieser Frage. Wir Spieler haben andere Sorgen und müssen die Sachen auf dem Platz besser machen. Es spielt keine Rolle, wer der Trainer ist."

Omar Mascarell (FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Es ist nicht einfach. In der ersten Halbzeit war es 50:50 und dann kassieren wir durch zwei Standardsituationen zwei Gegentore. In der zweiten Halbzeit war es besser, das Pressing nach vorne und die Chancen."

... zur Schalker Krise: "Es ist eine sehr sehr lange Serie. Wir müssen an die neue Saison denken. Es ist nicht einfach für uns nach zwei verlorenen Spielen. Aber im Fußball kann alles passieren und ich hoffe, wir holen die Punkte."

Ludwig Augustinsson (SV Werder Bremen) ...

... zum Sieg bei "Sky": "Die Mentalität, die Aggressivität und der Hunger waren von der ersten Minute da. Alles war besser als letzte Woche. Gegen Hertha haben wir das nicht gemacht und deshalb verloren.

... über die Spuck-Aktion von Kabak: "Das habe ich nicht gemerkt. Schalke war über 90 Minuten frustriert und wir waren besser. Das ist kein Fairplay und hat nichts mit Fußball zu tun. Aber er hat später Rot gesehen und wir haben gewonnen."

Niclas Füllkrug (Dreifacher Torschütze SV Werder Bremen) ...

... zur Situation: "Ich glaube, dass wir in dieser Saison eine Konkurrenzsituation im Kader haben. Man hat dann den einen oder anderen hungrigen Spieler und so ein bisschen Wut ist ja auch nicht schlecht, um eine gute Leistung abzurufen. Ich freue mich einfach, dass wir gewonnen haben, weil das ein wichtiger Sieg für uns war."

... zum mitgenommenen Spielball: "Das habe ich mir irgendwo abgeguckt. Es ist ja nicht mein erster Hattrick-Ball. Den habe ich nach dem Spiel mitgenommen und der kommt zu Hause in die Vitrine."

Arminia Bielefeld - 1. FC Köln 1:0

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Das Spiel war geprägt von Einsatz und Kampf. Der FC war immer mit Standards gefährlich. Am Ende sind wir der glückliche Sieger."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Es sah lange Zeit nicht danach aus, dass wir das Spiel verlieren würden. Ich habe ein ausgeglichenes Spiel gesehen. Nach der Pause waren wir stabil, bekommen ein Tor aus einer Chance, die keine war. Wir hätten in den beiden Spielen punkten können, haben leider aus beiden nichts mitgenommen."

Borussia Mönchengladbach - Union Berlin 1:1

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Insgesamt war es ein verdientes Remis für Union Berlin. Wir hatten heute zu wenig Sicherheit in unserem Spiel, haben zu viele einfache Fehler gemacht und haben Union zu viele Umschaltsituationen erlaubt. Nach der Führung musst du so ein Spiel dann einfach nach Hause bringen. Und dann fällt der Ball rein. Wir müssen mit dem Ergebnis dann einfach auch leben."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ein toller Punktgewinn, und ich glaube auch ein verdienter. Die Mannschaft hat den Plan gut umgesetzt, Gladbach konnte sich nicht so gut entfalten. Das hatte vor allem mit uns zu tun. Ich bin stolz auf die Jungs, dass sie sich nicht durch den Rückstand verunsichern ließen und an den Punkt geglaubt haben."

FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart 1:4

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Die Niederlage trifft uns schon, weil wir uns viel vorgenommen haben. Wir waren heute nicht so druckresistent in unserem Spiel und haben auch am Anfang viele Fehler im Passspiel gemacht. Es war immer gefährlich, was Stuttgart veranstaltet hat. Wir haben verdient verloren, wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Dass wir nach so einer Woche und so einem Spiel Gegenwind kriegen, dem müssen wir uns jetzt stellen. Das wissen alle im Verein."

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir haben eine gute Leistung gesehen und am Ende des Tages verdient gewonnen. Wir sind gut reingekommen, waren sehr griffig, waren mehrmals gefährlich. Das gibt uns Sicherheit und Selbstvertrauen. Wir haben das Gefühl, in der Liga angekommen zu sein mit dem Sieg. Wenn wir unsere Leistung abrufen, sind wir in der Lage, viele Teams zu ärgern."

FC Augsburg - Borussia Dortmund 2:0

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir freuen uns riesig, dass wir mit zwei Siegen in die Saison gegangen sind. Wir können das aber trotzdem einordnen, wir hatten heute in der ein oder anderen Situation auch Glück. Wir haben aber über das ganze Spiel auch keine richtige hundertprozentige Chance zugelassen. Wir haben uns darauf beschränkt, die Räume eng zu machen und Borussia Dortmund nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Der erste Standard war gleich ein Treffer, das hat uns natürlich in die Karten gespielt. Das Publikum hat uns heute getragen, das hat Kräfte freigesetzt."


Mehr dazu: Noten zu Augsburg vs. BVB


Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir sind sehr enttäuscht. Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren. Wir haben das Spiel fast komplett dominiert, wir hatten fast 80 Prozent Ballbesitz, aber manchmal bringt das nicht viel. Wir haben sehr gut angefangen, aber wir waren nicht präzise genug, wir haben überhastet gespielt. Augsburg hat sehr gut verteidigt. Wir müssen mehr Geduld haben und gegen solche Mannschaften mehr über die Seiten spielen. Wir haben noch viel zu tun."

Bayer Leverkusen - RB Leipzig 1:1

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Die Menschen haben ein richtiges Topspiel gesehen. Am Anfang war Leipzig besser. Nach der Auswechslung von Poulsen haben wir richtig gut gespielt, in der Phase war mehr drin. Nach dem Wechsel war es ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Die zwei Punkte nach zwei Spielen sind ein bisschen wenig. Aber man hat heute gesehen, dass es in die richtige Richtung geht."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es war ein Spiel mit viel Tempo und Umschaltaktionen. Wir hatten einen guten Start. Nach der Auswechslung von Yussuf Poulsen sind wir tief hinten reingedrückt worden. Ich habe in der Schlussphase der ersten Halbzeit ein paar Mal bange auf die Anzeigetafel geguckt und gemerkt, dass die Uhr in Leverkusen auch nicht schneller läuft. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe. Insgesamt war Leverkusen heute über 90 Minuten ein My stärker."

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