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Barca-Trainer reagiert milde auf Messis Kritik

Suárez-Posse und Messi-Ärger: Koeman nicht der "Bösewicht"

26.09.2020 14:59
Ronald Koeman (l.) steht vor seinem Pflichtspieldebüt als Trainer beim FC Barcelona
© Alejandro Garcia via www.imago-images.de
Ronald Koeman (l.) steht vor seinem Pflichtspieldebüt als Trainer beim FC Barcelona

Beim FC Barcelona hängt seit Wochen der Haussegen schief. Nachdem die Katalanen Top-Stürmer Luis Suárez zum LaLiga-Konkurrenten Atlético Madrid hatten ziehen lassen, reagierte Superstar Lionel mit öffentlicher Kritik. Nun hat der neue Trainer zu Vorwürfen Stellung bezogen, den Uruguayer vom Hof gejagt zu haben.

"Es scheint so, als wäre ich der Bösewicht in diesem Film, aber das bin ich nicht", entgegnete Ronald Koeman auf einer Pressekonferenz vor seinem Pflichtspiel-Debüt. Am Sonntag (21:00 Uhr) trifft Barca auf Villarreal CF, aufgrund der Einsätze in der Champions League greift der Klub erstmals am 3. Spieltag der Primera División an.

In der Posse um Luis Suárez, der bei Atlético Madrid einen Zweijahresvertrag unterzeichnete, war Koeman um Aufklärung bemüht. "Ich habe ihn respektiert und gesagt, dass er womöglich nicht auf viele Spiele in dieser Saison kommen wird. Dass, wenn er bleibt, ich aber auf ihn zählen werde", führte Koeman aus.

Der Niederländer wolle jedoch verstärkt auf junge Spieler setzen, er wünsche Suárez bei seinem neuen Kapitel "viel Glück". Die Entscheidung, Suárez abzugeben, habe er nicht alleinig getroffen, sondern in Abstimmung mit dem Klub.

Martínez? Depay? Koeman will "nichts ausschließen"

Dass sein wichtigster Spieler im Kader, Lionel Messi, öffentlich Kritik an der Vereinsführung geäußert hatte ("Die Wahrheit ist, dass mich an diesem Punkt nichts mehr überrascht"), nahm Ronald Koeman indes gelassen. "Es ist normal, dass er traurig ist, wenn ein Freund den Verein verlässt. Sie haben hier Jahre zusammen verbracht. Das Wichtigste ist aber, wie er trainiert und spielt, da ist er ein Musterbeispiel."

Wer Suárez künftig im Sturmzentrum ersetzt, wisse derweil auch Koeman nicht. Gehandelt werden in spanischen Medien derzeit Lautaro Martínez von Inter Mailand und Memphis Depay von Olympique Lyon. "Man kann nichts ausschließen. Aber ich konzentriere mich auf die Spieler, die hier sind."

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