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Das sind die WM-Favoriten im Einzelzeitfahren

25.09.2020 07:07
Hat das Regenbogentrikot im Visier: Tom Dumoulin
© AFP/SID/KENZO TRIBOUILLARD
Hat das Regenbogentrikot im Visier: Tom Dumoulin

Das slowenische Top-Duo um Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar und "Vize" Primoz Roglic setzt alles aufs Straßenrennen am Sonntag, im Kampf gegen die Uhr stehen somit am Freitag bei der Rad-WM in Imola andere starke Zeitfahrer im Mittelpunkt.

Im Kampf um das Regenbogentrikot stehen Tom Dumoulin (Niederlande), Geraint Thomas (Großbritannien), Wout van Aert (Belgien) und Titelverteidiger Rohan Dennis (Australien) im Mittelpunkt. Eine Übersicht der Favoriten im 31,7 km langen Zeitfahren:

TOM DUMOULIN (29/Niederlande):

Der Giro-Sieger von 2018 ist ein exzellenter Zeitfahrer. Vor allem mit seiner starken Vorstellung beim schweren Bergzeitfahren bei der Tour de France am vergangenen Samstag hat sich der Niederländer ins Gespräch für WM-Gold in Imola gebracht. Platz zwei, 1:21 Minuten hinter Tour-Sieger Tadej Pogacar, war eine Ansage an die Konkurrenz an der Planche des Belles Filles.

"Ich habe mir meine Daten vom Zeitfahren angesehen. Das waren Weltmeisterschaftswerte. Ich war wirklich sehr, sehr gut", sagte der 29-Jährige dem Fernsehsender NOS. Und auch der Tour-Sieger von 2018 und Mitfavorit Geraint Thomas hat Dumoulin auf dem Zettel. "Tom wird um die Medaillen kämpfen", betonte der Brite.

GERAINT THOMAS (34/Großbritannien):

Für Thomas ist es die erste Teilnahme an einem WM-Einzelzeitfahren, entsprechend motiviert will der Thomas auf den Kurs rund um Imola gehen. "Ich denke gerne daran, dass ich um eine Medaille kämpfen werde", sagte er im Watts Occuring Podcast. Und auch das Profil gefällt dem 34-Jährigen.

"Es ist wirklich kurz für eine WM, und auch nicht zu hügelig, es sind nur etwa 200 Meter Kletterei", so Thomas. Bei seinem letzten Zeitfahren bei Tirreno-Adriatico wurde er Vierter, nur knapp hinter Weltmeister Rohan Dennis (Australien), die drei Wochen Tour-Quälerei hat er zudem nicht in den Beinen - mit Thomas ist auf jeden Fall zu rechnen.

WOUT VAN AERT (26/Belgien):

"Bester Radfahrer der Welt? Pffft...", davon will der belgische Topstar und Teamkollege des vierfachen Zeitfahr-Weltmeisters Tony Martin nichts wissen. Das treibe ihn nicht an und beschäftige ihn auch nicht, sagte der 25-Jährige Anfang September nach seinem Sieg auf der siebten Tour-Etappe: "Es geht vielmehr darum, Rennen zu gewinnen." Und dafür ist er am Sonntag wieder prädestiniert.

Gewinnen, das gelingt Van Aert seit dem Restart der Saison wie keinem anderen. Die Strade Bianche gewann er wie Mailand-Sanremo, nun die beiden Etappensiege bei der Großen Schleife und ein starker vierter Platz im Zeitfahren nach La Planche des Belles Filles am vergangenen Samstag - Obacht! 

ROHAN DENNIS (30/Australien):

Der Titelverteidiger, der zum dritten Mal in Folge das Regenbogentrikot im Einzelzeitfahren gewinnen kann. Nach Tony Martin und Landsmann Michael Rogers wäre er erst der Dritte, dem dies gelingt. Auch Dennis hat die Tour nicht in den Knochen und empfahl sich wie Thomas im Zeitfahren bei Tirreno-Adriatico mit Platz drei.

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