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Reck: Schalkes Kader hat "mehr Klasse" als Werders

24.09.2020 08:43
Oliver Reck bestritt 457 Bundesligaspiele für den FC Schalke 04 und Werder Bremen
© Kirchner/Marco Steinbrenner via www.imago-images.d
Oliver Reck bestritt 457 Bundesligaspiele für den FC Schalke 04 und Werder Bremen

Am Samstag empfängt der FC Schalke 04 den SV Werder Bremen zum Krisenduell. Vor der Begegnung äußerte sich Oliver Reck, der für beide Mannschaften auf dem Platz stand, zur Ausgangssituation und ließ dabei gerade an den Bremern kein gutes Haar.

"Bei Werder sehe ich ehrlich gesagt kaum eine Aussicht auf die erhoffte sorgenfreie Saison", schrieb Reck in einem "kicker"-Gastbeitrag. Die Mannschaft habe sich kaum verändert. Hinzu kommt, dass Topspieler Milot Rashica noch verkauft werden soll.

"Meine Prognose lautet daher: Werder wird sich erneut über die komplette Saison im unteren Drittel bewegen", stellte Reck klar.

Beim FC Schalke 04 erwartet der ehemalige Keeper dagegen eine Verbesserung im Gegensatz zur letzten Saison. "Schalke traue ich den Schritt ins Mittelfeld eher zu. Der Kader verfügt über mehr Klasse als der der Bremer", so der 55-Jährige, der betonte: "Und die Qualitäten, die das Team vergangene Hinrunde noch auf Platz 5 geführt haben, können nicht völlig weg sein."

Parallelen sieht Reck dagegen bei der Perspektive der Klubs: "Beide stehen vor der riesigen Herausforderung, ihre Kader unter ganz anderen wirtschaftlichen Voraussetzungen weiterzuentwickeln, als sie es jahrelang gewohnt waren."

Die Verantwortung der Scoutingleiter, Michael Reschke auf Schalke und Clemens Fritz bei Werder, wachse damit immens. "Spieler zu finden, die sportlich helfen, charakterlich passen und finanzierbar sind, wird brutal schwierig", hob der Trainer des Regionalligisten SSV Jeddeloh hervor.

Lob für David Wagner und Florian Kohfeldt

Dass sowohl bei Schalke als auch bei Werder mit David Wagner und Florian Kohfeldt die beiden Trainer in der Kritik stehen, gehört für Reck zum Geschäft. Allerdings würden die Coaches laut dem einmaligen deutschen Nationalspieler gut mit dem öffentlichen Druck umgehen: "Sie wirken professionell und persönlich stabil."

Entscheidend sei aber ihr Einfluss auf die Mannschaft. "Welche Impulse können beide jetzt setzen? Das müssen die Vereins-
verantwortlichen einschätzen", so Reck: "Als Außenstehender kann ich nur sagen: Das entscheidende Urteil über einen Trainer fällen letztlich das Auftreten und die Entwicklung seiner Mannschaft. Alles andere ist Makulatur."

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