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Mihambo: "Es sind jetzt andere Zeiten"

24.09.2020 07:25
Lobt Engagement der US-Sportler: Malaika Mihambo
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Lobt Engagement der US-Sportler: Malaika Mihambo

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (26) begrüßt das vermehrte politische Engagement von Sportlern in den USA im Kampf gegen soziale Ungerechtigkeiten.

Es sei wichtig, dass man die Geschichte des Landes und die bestehenden Verhältnisse "als Einzelperson und als Gesellschaft aufarbeitet", sagte Mihambo im Interview mit "go!d", dem Magazin der Deutschen Sporthilfe: "Und wenn Sportler dazu einen Beitrag leisten können, dann finde ich, ist das etwas sehr Positives."

Grundsätzlich glaubt Mihambo, dass jeder Sportler "für sich selbst entscheiden" müsse, ob er sich zu politischen Themen äußern will. "Nur, weil man Sportler ist, muss man sich nicht in der Öffentlichkeit äußern, man kann es aber", sagte Deutschlands Sportlerin des Jahres: "Und wer es tut, sollte sich seiner Vorbildfunktion bewusst sein und verantwortungsvoll mit seiner Rolle in der Gesellschaft umgehen."

Dass die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie womöglich abgesagt werden könnten, macht der Favoritin auf Gold keine Angst.

"Ich versuche Dinge, die ich nicht steuern kann und auf die ich nur sehr wenig Einfluss habe, nicht so nah an mich heranzulassen", sagte Mihambo, die zukünftig bei der Leichtathletik-Legende Carl Lewis in den USA trainieren will: "Von daher weiß ich auch nicht, welche Entscheidungen 2021 in Hinblick auf die Olympischen Spiele getroffen werden. Aber das ist etwas, das wir alle aus der Krise lernen dürfen: Loszulassen von dem, an das wir sicher geglaubt und worauf wir uns gefreut haben. Es sind jetzt andere Zeiten, und damit müssen wir alle klarkommen."

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