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"Kann nicht ernst gemeint sein"

Nach Rauswurf: Szalai-Berater attackiert FSV scharf

22.09.2020 19:26
Der FSV Mainz hat Ádám Szalai vor die Tür gesetzt
© Martin Hoffmann Berliner Str.31 via www.imago-imag
Der FSV Mainz hat Ádám Szalai vor die Tür gesetzt

Der Rauswurf von Stürmer Ádám Szalai beim FSV Mainz 05 hat zumindest ein verbales Nachspiel. Der Berater des Ungarn attackierte den Bundesligisten für die Entscheidung scharf.

Das Vorgehen der Mainzer mache "fassungslos" und könne "nicht akzeptiert werden", polterte Szalai-Berater Oliver Fischer im "Bild"-Gespräch nach dem Rauswurf seines Klienten. Der Stürmer habe sich weder auf noch neben dem Platz etwas zu schulden kommen lassen, betonte Fischer.

Die Reaktion des Beraters kommt keine 24 Stunden, nachdem Szalai vom FSV Mainz überraschend vor die Tür gesetzt wurde. Da er keine Perspektive mehr auf Einsätze habe, solle er sich nach einem neuen Klub umsehen, erklärten die Mainzer in Person von Sportvorstand Rouven Schröder.

Szalai im DFB-Pokal noch gefragt

Kurios: Noch in der ersten Runde des DFB-Pokals war Szalais Perspektive eine andere. Dort kam er im Spiel gegen den TSH Havelse nach 60 Minuten ins Spiel und half mit einem Tor dabei, seinen jetzigen Ex-Klub in die nächste Runde zu schießen.

"Dass es dann kurze Zeit später sportlich nicht mehr reichen soll und gar der Ausschluss vom Mannschaftstraining erfolgen soll, kann nicht ernst gemeint sein", erklärte Berater Fischer mit Blick auf die Pokalpartie. 

Für Fischer ist klar, dass hinter der Entscheidung der Mainzer keinesfalls nur sportliche Gründe stecken. Dies sei "für jedermann offensichtlich", warf der Berater dem Klub falsches Spiel vor. Der FSV zeigte auf "Bild"-Anfrage Verständnis für diese Sichtweise, wollte sich aber darüber hinaus nicht äußern. 

Laut "Bild" könnte noch etwas anderes hinter dem Rauswurf Szalais stecken: So berichtet die Boulevardzeitung, dass der Stürmer mit der Entscheidung des Klubs, das im März einbehaltene Gehalt (ca. 15 Prozent) nun anders als vereinbart doch einzubehalten, alles andere als einverstanden war.  

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