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Die Stimmen zum Bundesliga-Samstag

Die Stimmen zum Bundesliga-Spieltag

20.09.2020 20:56
Gladbach-Trainer Rose verlor mit seinem Team gegen den BVB
© Revierfoto via www.imago-images.de
Gladbach-Trainer Rose verlor mit seinem Team gegen den BVB

Bei Werder Bremen macht sich nach dem 1. Bundesliga-Spieltag bereits Ernüchterung breit. Die Kohfeldt-Elf unterlag Hertha BSC mit 1:4, entsprechend bedient gab sich der Trainer hinterher. Am Samstagabend deutete dann der BVB im Duell gegen Gladbach eine gute Frühform an, ebenso RB Leipzig am Sonntagnachmittag gegen Mainz 05. Die Stimmen zum Spieltag:

VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen 0:0

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft drei Tage nach der Reise nach Albanien. Wir haben sehr gut verteidigt und waren selbst immer wieder durch Konter gefährlich. Großes Kompliment an meine Mannschaft. Obwohl es nicht zum Sieg gereicht hat, bin ich sehr zufrieden mit dem Auftritt."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Das hat nicht geklappt. Am Ende ist das Remis aber gerecht. Nach vorne müssen wir uns verbessern, und das ist deutlich. Ich bin mir sicher, dass wir uns jede Woche verbessern werden."

RB Leipzig - FSV Mainz 05 3:0

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin sehr zufrieden vor allem mit dem Auftritt in der ersten Halbzeit. Wir haben im Pressing sehr gut gespielt und viele lange Bälle ausgelöst. Auch mit Ball war es sehr gut. Einziger Wermutstropfen war, dass wir in der ersten Halbzeit ein Tor zu wenig geschossen haben. Insgesamt war das ein sehr gutes Spiel von uns, und wir sind froh, unsere ersten drei Punkte eingefahren zu haben."

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir wollten es möglichst lange zu Null halten und uns Umschaltmomente erspielen. Aber wir haben wieder gemerkt: Das Zweikampfverhalten in der Defensive ist bei Leipzig einfach enorm stark, sodass wir uns da kaum durchsetzen konnten. Und RB hat unheimlich gut in die Schnittstellen gespielt. Im Endeffekt hat es nicht gereicht. Wir müssen uns auf die nächste Aufgabe gegen Stuttgart konzentrieren und da Punkte holen."

Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 3:0

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Es ist nur ein Spiel gewesen. Aber immer dreimal in der Woche zu spielen, wird schwer. Deswegen müssen wir aufpassen. Auch wenn es ein 3:0 war, müssen wir doch das Spiel analysieren, es gab schon ein paar Sachen dafür, und am Ende war es schwer. Wir müssen weiter hart arbeiten und von Spiel zu Spiel denken."

... zur Arbeit mit den jungen Spielern: "Ich trainiere gerne mit jungen Spielern, aber auch mit den erfahrenen Spielern. Es war ein super Tor, das 3:0. Wir haben viele junge Spieler, und das hier war nur ein Spiel. Es ist schwer, dreimal pro Woche zu spielen. Wir müssen aufpassen. Sie sind schon sehr, sehr gut. Alle Mannschaften brauchen eine Mischung. Du kannst nicht nur mit jungen oder erfahrenen spielen."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: "Es ist eine sehr unglückliche Niederlage für uns. Dortmund war individuell stärker und effektiver - in beiden Strafräumen. 3:0 klingt natürlich deutlich. Da hast du wenig Argumente, am Ende war Dortmund, dort wo es richtig zur Sache geht, effektiver und klarer als wir. Ich fand es über zwei Halbzeiten auf Augenhöhe. Ich fühle, dass Dortmund viel effektiver gespielt hat als wir."

... zum Elfmeter für den BVB: "Es ist eine Grätsche. Und es ist vielleicht auch irgendwo ein Kontakt da, aber der war bei Mats Hummels gegen Thuram auch da. Es war Elfmeter, er hat ja gepfiffen. Wenn er pfeift, ist es ein Elfmeter."

Mats Hummels (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Das war ein schöner Start, aber wir sind noch weit weg vom Maximum. Es war ein ziemlich ausgeglichenes Spiel. Gladbach hat das taktisch sehr gut gemacht in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit war es nicht so, dass wir viel besser waren. Wir haben aber gar nichts mehr zugelassen. Wir kriegen mit der Qualität da vorne immer unsere Chancen und Tore. Wir wussten, dass das eine zähe Nummer werden kann. Jadon Sancho, wenn der den letzten Pass spielt, dann ist der auf den Punkt."

... zum Kader: "Die Mischung aus verschiedenen Typen, die Altersstruktur, was Trainingsarbeit und Professionalität, da haben wir eine sehr gute Balance im Kader und viele Stärken, die wir auf den Platz bringen können. Wir haben einen Haufen guter Fußballer. Wenn wir das in die richtige Form bringen, dann sind wir eine Top-Mannschaft."

Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: "Am Ende sieht es immer deutlich aus. Nach dem 3:0 plätschert so ein Spiel vor sich hin, dann kommt bei den Fans auch noch ein bisschen Schadenfreude auf. Dann fühlt es sich deutlicher an, als es war. In der ersten Halbzeit war es ein ganz ausgeglichenes Spiel, in der zweiten Halbzeit kriegen wir zwei blöde Konter. Wir können trotzdem einiges Gutes mitnehmen. Natürlich tut uns vorne auch ein bisschen Physis gut, die wir heute nicht hatten."

... zur Bilanz gegen Dortmund: "Wir haben viermal gegen Dortmund gespielt. Viermal hat es sich so angefühlt, als hätten wir was mitnehmen können - haben aber unter dem Strich keine Punkte. Das sagt auch etwas aus. Also fehlt wahrscheinlich in allen Bereich ein My."

Giovanni Reyna (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Es war ein guter Start in die Saison. Wir haben viele gute junge Spieler. Es war ein sehr aufregendes Spiel und es ist großartig, dass die Fans zurück sind. Obwohl nur knapp 10.000 da waren, hat es sich großartig angefühlt. Ein Tor zu erzielen und der Mannschaft zu helfen, macht es noch besser."

... zu den jungen BVB-Profis: "Es macht so viel Spaß mit den Jungs in meinem Alter - wie Jude, Jadon oder Erling. Das gibt viel Energie und viel Spannung. Es ist eine gute Truppe. Wir müssen aber weiterarbeiten. Ich war so aufgeregt, als ich gehört habe, dass Jude zu uns wechselt - als er da war noch mehr. Zwischen Erling und Jadon bis zu mir sind es ein paar Jahre Unterschied, und jetzt ist jemand in meinem Alter da. Er ist ein guter Junge. Wir scherzen viel und machen uns übereinander lustig."

... zu den persönlichen Zielen: "Ich will dem Team so gut wie möglich helfen und eine wichtigere Rolle einnehmen. Es wird eine harte Saison mit vielen Spielen. Ich will Tore schießen und Assists erzielen."

1. FC Köln - TSG Hoffenheim 2:3

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Es fällt mir schwer, dieses Ergebnis zu akzeptieren. Wir haben in der ersten Hälfte wenig Druck aufbauen können, nach der Pause lief es aber genau anders herum. Ich hatte dann sogar das Gefühl, dass wir das Spiel noch komplett drehen können. Ein Remis wäre hochverdient gewesen, das zeigen auch die Statistiken. Die Niederlage fühlt sich komisch an. Aber wir hätten nach dem 2:2 cooler bleiben müssen, wir hatten den Gegner ja da, wo wir ihn haben wollten."

Sebastian Hoeneß (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben ein Spiel mit zwei unterschiedlichen Hälften gesehen. Wir sind sehr gut reingekommen, haben früh Druck auf den Ball aufgebaut, hatten viel Tiefe im eigenen Spiel nach vorn. Das hat gut geklappt, wir hätten zur Pause sogar höher führen können. Die Kölner sind dann mit sehr viel Wucht aus der Kabine gekommen, davon haben wir uns beeindrucken lassen und das Momentum verloren. Wie die Mannschaft aber zurückgekommen ist, war sensationell, das war ein Sieg der Moral, des Teamgeistes, ein Kraftakt."

VfB Stuttgart - SC Freiburg 2:3

Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Es tut immer weh zu verlieren. Natürlich stimmt es mich positiv, dass wir viele Chancen herausspielen konnten, aber wenn man ein Tor weniger schießt als der Gegner, ist man immer ein bisschen frustriert. Man hat heute wieder gesehen, was wir können, nicht nur, was wir nicht können. Trotz der Gegentore war es ein gutes Spiel von uns. Es waren aber ein paar Sachen dabei, die man schnellstmöglich abstellen sollte."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir wollten offensiv ausgerichtet sein. Was uns geholfen hat, waren die ersten zwei Tore zu der Zeit, da konnten wir vieles kontrollieren. Der VfB war immer gefährlich, die haben sehr gut gespielt. Es war ein ganz schwieriges Spiel. Wir machen dann ein super 3:0, davor und danach haben wir richtig gut nach vorne gespielt. Aber ab der 60. Minute und als das 3:1 kam, hatten wir nicht mehr die Kontrolle über das Spiel, vielleicht hätte ich früher auf zwei Sechser umstellen sollen. Hinten raus hatten wir Glück, dass wir das Spiel noch gewinnen."

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld 1:1

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es ist kein unverdienter Punkt für die Arminia. Nach zehn, 15 Minuten hatten wir das Spiel richtig gut im Griff. Wir waren aber nicht entschlossen genug, die Tore zu machen. Arminia hat das gut gemacht und gut verteidigt. Wir hatten am Ende keine Lösungsansätze, um das Spiel zu gewinnen. Es ist ein ärgerliches Ergebnis, wir sind nicht zufrieden."

Uwe Neuhaus (Trainer Arminia Bielefeld): "Wer die reifere Mannschaft war und die Initiative ergriffen hat, hat jeder gesehen. Aber wir haben mit unseren Mitteln gut dagegengehalten. Wir haben es nur versäumt, auf dem Weg nach vorne die Räume zu nutzen, die sich durchaus geboten haben. Nach dem 1:0 hätten wir die Konter präziser ausspielen müssen. Aber letztendlich ist es ein gerechtes Unentschieden. Ich bin zufrieden, auch wenn ich einige Fehler gesehen habe."

Werder Bremen - Hertha BSC 1:4

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Es war eine verdiente Niederlage, auch wenn sie etwas zu hoch ausgefallen ist. Die Enttäuschung ist groß, denn wir hatten nicht die nötige Griffigkeit und auch der Spielfluss war nicht gut. In den wichtigen Momenten haben wir nicht den Schalter gefunden, um ein Tor zu erzielen."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Wir wollten die richtige Antwort auf das verlorene Pokalspiel geben, das ist uns gelungen. Wir sind sehr oft vor das Bremer Tor gekommen, das war wichtig für unser Spiel. An Jhon Cordoba werden wir noch unsere Freude haben. Ich kenne seine Stärken ganz genau, aber natürlich auch seine Schwächen."

Union Berlin - FC Augsburg 1:3

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Aus dem Nichts lagen wir 0:1 hinten. Augsburg war sehr effektiv. Wir haben es nicht konsequent zu Ende verteidigt. Wir wollten im zweiten Durchgang Druck aufbauen und haben uns mit dem Ausgleich mehr als belohnt. Bei den erneuten Gegentoren fehlte jedoch die nötige Konsequenz. Augsburg hat am Ende verdient gewonnen."

Heiko Herrlich (Trainer FC Augsburg): "Wir freuen uns riesig, dass wir drei Punkte mitnehmen. Die Mannschaft hat viel Leidenschaft reingebracht, das war auch nötig. In der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Am Ende waren wir aber sehr effizient, auch die Spieler, die reinkamen, haben ihre Sache gut gemacht."

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