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"Wir waren schon immer da, und das als einziges Team"

Ferrari-Boss untermauert Bedeutung der Scuderia

17.09.2020 15:56
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Ferrari-Präsident Louis Camilleri
© MST
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Ferrari-Präsident Louis Camilleri

Sportlich konnte Ferrari seinen 1.000. Grand Prix in der Formel 1 zwar nicht schillernd begehen, doch abseits der Rennpiste wurde das Erbe von Ferrari entsprechend gewürdigt. Die Scuderia feierte in Florenz ihr rundes Jubiläum, und auch das Rennen von Mugello selbst trug zu Ehren Ferraris den Namen "Gran Premio della Toscana Ferrari 1000".

"Es war es wert, 1.000 Grands Prix zu feiern", betont Ferrari-Präsident Louis Camilleri. "Es ist eine beeindruckende Historie." Für Camilleri gehören die Formel 1 und Ferrari untrennbar zusammen. "Kann man sich die Formel 1 ohne Ferrari vorstellen? Oder andersherum?", fragt er. "Wir waren schon immer da, und das als einziges Team. Andere kommen und gehen", sagt er zu "Sky".

Natürlich weiß der Präsident aber auch, dass es sportlich bei Ferrari aktuell nicht gut läuft. In Belgien und Monza blieb der Rennstall ohne Punkte, in Mugello profitierte man vor allem von zahlreichen Ausfällen der Konkurrenz. "Wir stecken in einem Loch, und wir wissen dass wir in einem Loch stecken", sagt er.

Für ihn sei das ein Zusammenfluss mehrerer Faktoren. Ausführen möchte er das aber nicht, "denn alles, was ich sage, wird wie eine Ausrede aussehen. Aber wir wollen keine Ausreden", so Camilleri. "Wir müssen uns auf die Probleme fokussieren und mit Entschlossenheit arbeiten, um wieder dorthin zu kommen, wo wir uns selber sehen."

Das braucht aber Zeit, weiß er. "Es gibt keine Geheimwaffe", winkt er ab und hofft, dass die leicht veränderten Regeln 2021 etwas helfen können. Für 2022 hofft man aber auf den totalen Neustart, der die Dominanz von Mercedes brechen soll.

Bis dahin hilft Camilleri ein Blick in die Vergangenheit. Seine Lieblingsära in der Geschichte von Ferrari war die von Michael Schumacher, weil er damals Hauptsponsor Philip Morris repräsentiert hatte. "Persönlich würde ich aber Monza im vergangenen Jahr sagen, weil ich da ziemlich involviert war. Es war ein ziemlich emotionales Rennen."

"Kannst du dir vorstellen, dass andere Leute das 1.500. oder sogar 2.000. Rennen für Ferrari feiern?", wird Camilleri dann gefragt. "500, das ist noch mindestens 20 Jahre weg", entgegnet der Ferrari-Präsident. "1.000 wären dann 40 Jahre. Dann werde ich nicht mehr hier sein, aber Ferrari wird es definitiv."

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