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Nach Action in Mugello

Masi: Kiesbetten sind nicht überall die Antwort

17.09.2020 14:51
Kiesbetten fanden die Fahrer toll, doch zunehmen werden sie jetzt nicht
© MST
Kiesbetten fanden die Fahrer toll, doch zunehmen werden sie jetzt nicht

Viele Fahrer freuten sich, dass mit Mugello wieder eine echte Oldschool-Strecke Teil des Formel-1-Kalenders war. Denn statt Diskussionen um das Überfahren von Linien wurden die Streckenbegrenzungen endlich wieder einmal von Gras und Kiesbett gebildet, wodurch die Piloten für Fehler auf natürliche Art bestraft wurden.

"So sollte es überall sein", fand Lando Norris nach seinem Abflug am Freitag und sprach damit vielen Fahrern aus der Seele. Denn der Großteil wünscht sich eine Rückkehr nach Mugello. Rennleiter Michael Masi betont jedoch, dass Kiesbetten jetzt nicht plötzlich einfach auch auf den anderen Strecken auftauchen werden: "Nein, wir können sie nicht überall haben", stellt der Australier klar.

Denn Kiesbetten seien keine Lösung, die auf jeder Strecke passt. "Ich habe es schon öfters gesagt, dass wir mit jedem Streckeneigentümer und -betreiber eine angemessene Lösung finden müssen. Und daran arbeiten wir." Das habe man bereits auch mit den Fahrern besprochen. "Von daher denke ich, dass es etwas zu viel verlangt wäre. Es ist nicht überall eine Lösung", so Masi.

Rennstrecken sind nicht nur für die Formel 1 da, sondern müssen sich an ihre sonstigen Wirtschaftsfelder anpassen. In Spa hatte man etwa Teppichstreifen entfernt und sie durch Asphalt ersetzt, weil man in Zukunft Motorrad-Rennen abhalten möchte. Und die Asphaltwüste von Le Castellet ist im Grunde eine Teststrecke, auf der die Autos bei einem Ausritt weiterfahren sollen.

Viele Strecken veranstalten auch Track-Days für die Öffentlichkeit - auch dort wäre es besser, wenn Fahrer nach einem Fehler nicht im Kiesbett feststecken. Hinzu kommt, dass auch Formel-1-Fahrer bei einem Ausritt auf Asphalt eher weiterfahren können und nicht feststecken. Somit wird den Fans längere Zeit ein größeres Feld geboten, was auch die einzelnen Sponsoren auf den Autos freut.

Zudem steht auch der Sicherheitsaspekt im Vordergrund: Auf Asphalt können außer Kontrolle geratene Fahrzeuge besser entschleunigt werden, und es besteht auch nicht die Gefahr eines Überschlags, was im Kiesbett passieren kann, wenn sich ein Auto eingräbt.

Das alles steht im Spagat zu der sportlichen Herausforderung, die eine Strecke bieten soll.

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