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Rekordnationalspieler stimmt Hoeneß-Kritik zu

Sancho und Can im Fokus: Matthäus wirft Favre Fehler vor

16.09.2020 08:17
Lothar Matthäus wirft BVB-Trainer Lucien Favre Fehler vor
© Jan Huebner/Bywaletz via www.imago-images.de
Lothar Matthäus wirft BVB-Trainer Lucien Favre Fehler vor

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus geht in seiner Saison-Prognose mit BVB-Trainer Lucien Favre hart ins Gericht.

"Dortmund könnte Meister werden, für den Fall, dass der FC Bayern nicht in der Bundesliga spielen würde. Ansonsten bräuchte der BVB schon eine hundertprozentige Saison mit einem FC Bayern, der zeitgleich Fehler macht. Diese Fehler machte aber Favre zuletzt", sagte Matthäus in der "Sport Bild".

Der Weltmeister und frühere Weltfußballer begründete seine Kritik an Favre so: "Sancho wie Emre Can in einem Spitzenspiel wie gegen Bayern nicht von Anfang an einzusetzen, machte bei der 0:1-Niederlage in der Rückrunde den Unterschied." In solchen Topduellen brauche man die Mentalität eines Emre Can und die Ausnahmeklasse von Sancho.

"Seine Aufstellung hatte Favre exklusiv", fuhr Matthäus fort, "mich erinnert das an die Fehler von Pep Guardiola beim Aus von Manchester City in der Champions League gegen Lyon, als er Kevin De Bruyne rechts statt auf seiner Stammposition aufstellte."

BVB-Transferpolitik: Matthäus stimmt Hoeneß zu

Daher gelte für Trainer Lucien Favre: "Aufgrund der Vorkommnisse und der Äußerungen aus dem Klub in der Vergangenheit glaube ich, dass es für Favre gleich bei der ersten Niederlage ungemütlich wird."

Der BVB hatte sich mit dem Schweizer darauf verständigt, das Arbeitspapier nicht vorzeitig zu verlängern. Zum kommenden Sommer läuft der aktuelle Vertrag aus.

Damit die Borussia ein ernsthafter Titelkandidat wird, braucht das Team laut Matthäus letztlich mehr "Drecksäcke", mit "Talent und Jugend allein gewinnst du nichts". Daher stimmt der deutsche Rekordnationalspieler auch dem langjährigen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß zu, der kürzlich in einem Interview mit der "FAZ" mit Kritik an der Dortmunder Transferpolitik für Schlagzeilen sorgte.

Matthäus zufolge hat Hoeneß "es sicher nicht böse gemeint, als er Dortmund die Qualität als Titelkonkurrent absprach, wenn der Klub dauernd seine hoffnungsvollsten Spieler abgibt. Es sit schon richtig, dass du mit diesem Transferverhalten Bayern nie auf Dauer gefährlich werden kannst".

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