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Stimmen zur Fan-Rückkehr: "20 Prozent reichen nicht aus"

15.09.2020 20:27
Frank Bohmann hätte gerne noch mehr Fans in den Hallen
© Sportfoto Zink / DaMa
Frank Bohmann hätte gerne noch mehr Fans in den Hallen

Die Zuschauer kehren nach sechs Monaten im "Probebetrieb" in die Fußball-Stadien, Handball-, Basketball- und Eishockey-Hallen zurück. Die Stimmen der Beteiligten:

Fritz Keller (DFB-Präsident): "Dass Zuschauer wieder in die Stadien können, ist eine großartige Entscheidung. Ich bin so glücklich und dankbar. Das spiegelt die Arbeit der letzten Wochen wider, die wir reingesteckt haben. Dass sich alle Bundesländer geeinigt haben, ist ein gutes Zeichen. Mit 20 Prozent kann man es mal angehen, um Erkenntnisse zu gewinnen. Jetzt ist die Zeit, um mit Corona zu leben."

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): "Die Fußball-Bundesligisten, aber auch die Klubs und Vereine anderer Sportarten, können am heutigen Tage sehr froh sein, und dieses Gefühl haben wir beim BVB auf jeden Fall. Ich möchte mich bei allen aus der Politik bedanken, die in den vergangenen Wochen an der heutigen Entscheidung mitgewirkt haben. Gleichzeitig fühle ich eine große Verpflichtung, dass wir als Klubs gemeinsam mit den beteiligten Fans mit dieser Probezeit in den kommenden Wochen äußerst verantwortungsvoll umgehen. Die nun genehmigte Teilwiederzulassung von Zuschauern ist jedenfalls ein ganz wichtiger Schrtt für alle Fußballfans in Deutschland."

Stefan Holz (BBL-Geschäftsführer): "Ich begrüße das. Eine bundeseinheitliche Lösung ist eine wichtige Botschaft und ein Vertrauensvorschuss. Das ist ein erster positiver Schritt zur Rückkehr der Fans. Ich freue mich, dass diese Entscheidung so rasch gefallen ist und nicht wie zunächst angekündigt erst Ende Oktober. Das war unser Wunsch."

Frank Bohmann (HBL-Geschäftsführer): "Für uns ist es ein großer Schritt nach vorne. Zwar hätten wir uns etwas mehr als die 20 Prozent gewünscht, aber wir wollen da nicht kleinkrämerisch sein. In Gesprächen ist uns klar geworden, dass einige Personen, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, bereits jetzt über ihren Schatten gesprungen sind. Wir hoffen nun darauf, dass wir die Auslastung ab Ende Oktober noch weiter steigern können. 20 Prozent reichen für uns auf Dauer nicht aus, um profitabel zu wirtschaften."

Gernot Tripcke (Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga): "Wir müssen diese Entscheidung der Politik erstmal sacken lassen und abwarten, wie die praktische Handhabung erfolgt. Die 20 Prozentgrenze ist als Empfehlung formuliert und die Abstandsregelungen verweisen auf das jeweilige Landesrecht. Die Konsequenzen für die neue Saison werden wir am kommenden Montag gemeinsam mit den Klubs besprechen. Nach den Gesprächen der letzten Woche hatten wir uns deutlich mehr Unterstützung in diesem für uns wirtschaftlich so existentiellen Bereich erhofft."

Armin Laschet (NRW-Ministerpräsident): "Sportveranstaltungen leben von der Unterstützung der Fans, von der Atmosphäre mit Publikum - das gilt sowohl für Bundesligaspiele als auch für den Amateur- und Breitensport. Mit sicheren Infektionsschutzkonzepten und Grenzen bei der Kapazität können die Vereine ihre Sportstätten jetzt endlich wieder mit Leben füllen. Dabei gilt: Hygienekonzepte, Schutzmaßnahmen und ein umsichtiges Vorgehen haben Priorität."

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