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Zverev greift nach dem ersten Grand-Slam-Titel

Becker wagt Prognose für US-Open-Finale

13.09.2020 15:19
Alexander Zverev (l.) steht im Finale der US Open
© DAVE HUNT via www.imago-images.de
Alexander Zverev (l.) steht im Finale der US Open

Im Finale der US Open trifft Alexander Zverev am Sonntagabend (22 Uhr) auf den Österreicher Dominic Thiem. Tennis-Ikone Boris Becker hat sich im Vorfeld des Matches zu den Chancen des 23-Jährigen in seinem ersten Grand-Slam-Endspiel geäußert.

"Der Top-Favorit für den Sieg ist für mich Dominic Thiem. Doch obwohl er schon mal ein Grand-Slam-Finale erreicht hat, ist dieses Match auch für ihn so etwas wie das Spiel seines Lebens", analysierte Becker im Gespräch mit der "Bild".

In dem vielbeachteten Endspiel in New York hält der 52-Jährige deshalb vieles für möglich: "Vor solch einer wichtigen Partie ist jeder nervös. Daher hat derjenige den Vorteil, der mental stärker und ausgeglichener in dieses Spiel geht."

Zverev hatte in der Nacht zu Samstag in einem denkwürdigen Halbfinale gegen den Spanier Pablo Carreno Busta gewonnen und sein erstes Finale bei einem der größten vier Tennisturnier perfekt gemacht. Dabei bewies der Weltranglisten-Siebte viel Moral und kam nach einem Rückstand von zwei Sätzen zurück.

Für Becker war allein schon dieser Finaleinzug des deutschen Vorzeigespielers ein toller Erfolg: "Es gibt viele Experten, die nicht glaubten, dass Zverev seine guten Leistungen in anderen Spielen auf ein Grand-Slam-Turnier übertragen kann. Da müssen sich jetzt wohl einige bei ihm entschuldigen. Dass mit ihm ein deutscher Spieler im Finale der US Open steht, ist wirklich ein historischer Moment."

Becker: "Er hat noch viel vor sich"

Ganz grundsätzlich sieht Becker im jüngsten Erfolg allerdings nur für einen Zwischenschritt. Zverev könne sich in den kommenden Jahren noch weiter steigern, meint der dreifache Wimbledon-Gewinner:

"Er ist ein guter Typ, vertritt starke Meinungen, hat Ecken und Kanten. Die machen aber seine Persönlichkeit aus. Und: Er ist erst 23, was im internationalen Tennissport wirklich sehr jung ist. Er hat noch viel vor sich."

Durch die andauernden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie sei der Youngster zudem zusätzlich gereift: "Die lange Tennispause half ihm sicher, einige Dinge besser einzuordnen und klarer zu sehen. Ich glaube, er ist in den letzten Monaten deutlich erwachsener geworden."

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