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Union Berlin nach Zittersieg eine Runde weiter

12.09.2020 21:05
Union Berlin setzte sich erst nach Verlängerung durch
© Pressefoto Rudel/Robin Rudel via www.imago-images.
Union Berlin setzte sich erst nach Verlängerung durch

Union Berlin muss sich auf eine schwere zweite Saison in der Fußball-Bundesliga einstellen. Die schwachen Köpenicker setzten ihren Pflichtspielauftakt fast in den Sand und gewannen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals mit viel Mühe erst nach Verlängerung 1:0 (0:0) beim Zweitligisten Karlsruher SC. Der vom SC Freiburg verpflichtete Nico Schlotterbeck traf in der 118. Minute artistisch für die Hauptstädter.

Die Berliner mussten beim KSC noch ohne ihren prominenten Neuzugang Max Kruse auskommen. Der frühere Nationalspieler, der Anfang August von Fenerbahce Istanbul zu Union gewechselt war, befindet sich nach einer Sprunggelenksverletzung im Aufbautraining. Ob der 32 Jahre alte Kruse am kommenden Samstag beim Ligastart gegen den FC Augsburg dabei sein wird, ist noch offen.

Vor den 450 zugelassenen Zuschauern auf der Baustelle Wildparkstadion lief die runderneuerte Mannschaft der Gäste mit sechs Neuzugängen auf. Die Berliner, bei denen Sebastian Andersson, Keita Endo, Christopher Lenz und Anthony Ujah fehlten, waren bereits in der 4. Minute der Führung nahe. Marvin Friedrich traf erst den Pfosten, Christian Gentner vergab die Nachschuss-Chance.

Die Karlsruher, die am kommenden Samstag bei Hannover 96 in die Zweitliga-Saison starten, konnten zunächst nur reagieren. Berlin bestimmte das Geschehen, Trainer Urs Fischer konnte mit der Anfangsphase zufrieden sein.

Mit zunehmender Spieldauer legte der KSC aber seinen Respekt ab. Mitte der ersten Hälfte agierte die Mannschaft von Coach Christian Eichner auf Augenhöhe mit dem Erstligisten. Von Union kam nicht mehr viel. Das torlose Unentschieden zur Pause ging in Ordnung.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs übernahmen die Gastgeber sogar das Kommando. Die Berliner brachten in der Offensive kaum etwas zustande. Zudem offenbarte das Team Defizite in der Defensive, dem Spielaufbau und im Zweikampfverhalten. Selbst bei Standards fehlte Union die Kreativität.

Auch nach einer Stunde war nichts von einem Klassenunterschied zu sehen - im Gegenteil. Die Berliner wurden immer schwächer, der KSC war der Führung nahe. Dass Union nicht in Rückstand ging, lag allein an der mangelnden Durchschlagskraft der Karlsruher.

Erst nach rund 70 Minuten wurden die Gäste wieder etwas munterer. Richtig gefährlich wurde es im Karlsruher Strafraum dennoch nicht. Dagegen prüfte Marco Djuricin auf der Gegenseite den neuen Berliner Torwart Andreas Luthe (74.).

In der Verlängerung gab wieder der KSC den Ton an. Philipp Hofmann hatte die Führung auf dem Kopf (97.). Von Berlin kam offensiv so gut wie nichts - ehe der aufgerückte Verteidiger Schlotterbeck kurz vor dem Ende zum Gästesieg traf.

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