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"Albtraumspiel" gegen Zweitliga-Aufsteiger Braunschweig

Neun-Tore-Wahnsinn! Hertha BSC blamiert sich im DFB-Pokal

12.09.2020 12:04
Hertha BSC scheiterte in der ersten Pokalrunde
© Revierfoto via www.imago-images.de
Hertha BSC scheiterte in der ersten Pokalrunde

Peinliche Pleite für Hertha BSC: Die hochambitionierten Berliner haben ihren Saisonstart gründlich vermasselt und sich schon in Runde eins aus dem DFB-Pokal verabschiedet.

Bruno Labbadia senkte nach dem Schlusspfiff den Kopf, danach folgte der bediente Hertha-Trainer seinen Spielern schnell in die Kabine.

Die herbe 4:5 (2:3)-Schlappe in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Eintracht Braunschweig hatte die Laune des Coaches gründlich vermasselt. Denn die hochambitionierten Berliner setzten nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung ihre Serie von Testspielniederlagen nun auch beim Pflichtspielauftakt fort.

"Ein Albtraumspiel. Es lief alles schief, was schief laufen konnte. Es war furchtbar, eine Katastrophe für uns. Das ist sehr, sehr bitter", sagte Hertha-Torhüter Alexander Schwolow bei "Sky".

Die Braunschweiger durften dagegen nach ihrem Zweitliga-Aufstieg ein weiteres Highlight feiern - was sie nach Schlusspfiff mit einer La Ola vor den zugelassenen 500 Zuschauern ausgiebig taten. "Wir haben Moral bewiesen. Wir haben immer nachgelegt, uns nicht versteckt", sagte der Braunschweiger Dreifach-Torschütze Martin Kobylanski.

"Was die Primärtugenden angeht, waren wir heute groß. Wir wollten einen großen Fight liefern, wir waren aber auch sehr effektiv", sagte Trainer Daniel Meyer.

Wildes Tor-Festival im zweiten Durchgang

Schon nach 63 Sekunden war Alexander Schwolow nach einem Freistoß von Martin Kobylanski das erste Mal geschlagen. Der neue Hertha-Torhüter wehrte zwar in der 44. Minute einen Foulelfmeter von Kobylanski ab, doch der Kapitän der Niedersachsen traf im Nachschuss. In der 17. Minute hatte Maximilian Mittelstädt den Berliner Keeper mit einem Eigentor per Kopfball überwunden.

Dem hatten die Gäste in der ersten Halbzeit nur zwei Tore durch Dodi Lukebakio (23.) und Matheus Cunha (29.) entgegenzusetzen.

Im zweiten Durchgang gelang Peter Pekarik zwar noch der zwischenzeitliche Ausgleich (65.), doch zwei Minuten später war Kobylanski ein drittes Mal erfolgreich. Suleiman Abdullahi (73.) für Braunschweig und erneut Lukebakio (83.) sorgten mit weiteren Treffern für ein Torfestival.

Labbadia wartet lange mit Auswechslungen

Über weite Strecken war derweil die reifere Spielanlage des Bundesligisten zu erkennen, doch was Zweikampfhärte und Einsatzwillen anging, waren die Norddeutschen klar im Vorteil. "Ihr müsst mehr draufgehen", rief Hertha-Trainer Bruno Labbadia einmal fast flehentlich Richtung Spielfeld.

Nach dem Seitenwechsel nahmen die Herthaner die Zweikämpfe besser an, die Platzherren konnten kaum noch entlastende Angriffsaktionen starten. Aber lautstark dirigiert vom starken Schlussmann Jasmin Fejzic gelang es dem Team von Coach Daniel Meyer zunächst, der Berliner Offensive das Leben schwer zu machen.

Dennoch blieben Torchancen für den Erstligisten naturgemäß nicht aus. So musste Robin Ziegele in der 57. Minute für den bereits geschlagenen Fejzic klären, lediglich 60 Sekunden später traf Cunha mit einem verdecktem Schuss nur den rechten Außenpfosten.

Mit personellen Änderungen wartete Labbadia erstaunlich lange. Erst nach dem fünften Gegentreffer tauschte der Coach Teile des Personals aus. Doch die Wende gelang trotz eines weiteren Treffers nicht mehr.

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